18.02.2018 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Volksbund benötigt Geld Millionen für Kriegsgräber

Sie kümmern sich um die Gräber der im Ausland gefallenen deutschen Soldaten. Deren Angehörige jedoch werden weniger. Damit kommt auch weniger Geld von ihnen in die Spendenkassen der Kriegsgräberfürsorge. Damit diese ihre Arbeit trotzdem machen kann, hofft sie auf den Bund.

Trotz des stetigen Rückgangs privater Spender hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im vergangenen Jahr in Bayern fast 2,1 Millionen Euro eingesammelt. Bild: Bernd Wüstneck/dpa
von Agentur DPAProfil

München. Trotz des stetigen Rückgangs privater Spender hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im vergangenen Jahr in Bayern fast 2,1 Millionen Euro eingesammelt. "Das sind nur 24 000 beziehungsweise 1,1 Prozent weniger als im vergangenen Jahr", sagte Jörg Raab, Landesgeschäftsführer des Volksbundes in Bayern. Wie viel Geld bundesweit zusammengekommen sei, stehe noch nicht fest.

Im vergangenen Jahr hatte Bayern rund 40 Prozent des bundesweiten Ergebnisses der Haus-, Straßen- und Friedhofssammlungen erzielt. Ende des Jahres geht der Volksbund traditionell auf die Straßen und wirbt für seine Arbeit und um Spenden. Raab zufolge kommen rund 70 Prozent der Gelder vor allem aus Mitgliedsbeiträgen, Erbschaften, Konzerterlösen, dem Verkauf von Gedenkkerzen, Bußgeldern sowie den Straßensammlungen. "Die Kriegsgeneration und die Kriegskindergeneration sterben allerdings zunehmend aus. Da wird es schon schwieriger, Geld zu generieren", sagte Raab weiter. Dieser Herausforderung müsse Rechnung getragen werden. "Derzeit kommen mit etwa 16 Millionen Euro rund 30 Prozent unserer bundesweiten Mittel von der öffentlichen Hand. Mittelfristig sollte das pro Jahr erkennbar über 20 Millionen Euro liegen." Denn die Aufgaben des Volksbundes seien fast 73 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach wie vor wichtig. "Je länger die Friedensphase in Europa andauert, desto wichtiger ist es auch, daran zu erinnern und zu zeigen, was die Folgen von Krieg und diktatorischer Gewaltherrschaft sein können."

Der Volksbund sucht und pflegt nicht nur Gräber gefallener deutscher Soldaten aus den beiden Weltkriegen im Ausland, sondern betreut auch die Angehörigen gefallener und vermisster Soldaten.

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