Biathlon-Weltcup
Laura lacht zuletzt

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Bayern
13.01.2017
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Dank Laura Dahlmeier hat die deutsche Damen-Staffel den zweiten Saisonsieg eingefahren. Beim Heim-Weltcup in Ruhpolding wurde das deutsche Biathlon-Quartett gefeiert. Nun muss der Bundestrainer seine WM-Formation finden.

Ruhpolding. Unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Biathlon-Fans hüpften Laura Dahlmeier, Franziska Preuß, Maren Hammerschmidt und Vanessa Hinz nach dem Staffel-Krimi in Ruhpolding ganz oben auf das Siegespodest. Auch ohne die geschonte Franziska Hildebrand zeigte das deutsche Damen-Quartett am Donnerstag beim zweiten Sieg im zweiten Staffel-Rennen der Saison seine Extra-Klasse. Die Staffel siegte mit sechs Nachladern vor Frankreich (7) und Norwegen (1) und wird damit immer mehr zum WM-Top-Favoriten. "Damit kann ich gut leben", sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. "Alle vier haben einen großen Anteil am Erfolg. Es war eines der spannendsten Rennen der Vergangenheit. Das war eine ganz tolle Teamleistung."

Dabei fehlte mit Franziska Hildebrand beim ersten Ruhpolding-Sieg seit drei Jahren eine seiner Leistungsträgerinnen. Hönig hat nun bis zum WM-Rennen am 17. Februar in Hochfilzen Zeit, die richtige Formation zu finden. "Bis zur WM sind es noch ein paar Wochen. Dort werden wir aktuell nach Leistungsstand entscheiden, da werden wir hoffentlich mit einer schlagkräftigen Truppe um den Sieg mitkämpfen. Wir wollen mit breiter Brust nach Hochfilzen fahren", kündigte der Bundestrainer an.

Nach einem phänomenalen Schlussspurt von Laura Dahlmeier wurden die deutschen Skijägerinnen mit "Oh, wie ist das schön"-Sprechchören von den 12 000 Zuschauern in der Chiemgau-Arena gefeiert. "Die Beine brennen. Ich habe mir nur gedacht, gib alles, gib alles. Dann schreien noch die Zuschauer, das beflügelt schon", sagte die strahlende Dahlmeier, die 3,5 Sekunden vor Frankreich und 4,5 Sekunden vor den Norwegerinnen über den Zielstrich gestürmt war. Schon im Dezember in Pokljuka war das deutsche Damen-Quartett ebenfalls vor Frankreich und vor der Ukraine erfolgreich gewesen.

Mit dem Männer-Sprint geht es am Freitag (14.45 Uhr/ARD und Eurosport) in der bayerischen Biathlon-Hochburg weiter. "Meine Eltern kommen und ein paar andere Bekannte", freute sich Oberhof-Sieger Simon Schempp. In den Chiemgauer Alpen kann dann Dahlmeier am Wochenende in Sprint und Verfolgung die Weltcup-Führung zurückerobern. "Sie ist so abgeklärt, wenn das so weitergeht, kann ihr das Gelbe Trikot keiner mehr nehmen", sagte Magdalena Neuner.

Vor der ARD-Kamera legte sich Rekordweltmeisterin Neuner schon vor dem Staffel-Start auf den Sieger fest: "Deutschland ganz klar, das haben sie drauf." Doch am Ende wurde es ein Zitterspiel, denn nach dem letzten Schießen musste Dahlmeier nach einem Nachlader 10,7 Sekunden Rückstand auf die Norwegerin Marte Olsbu aufholen. "Ich dachte mir nur, Augen zu und durch", sagte die Schlussläuferin.

Es war eines der spannendsten Rennen der Vergangenheit. Das war eine ganz tolle Teamleistung.Bundestrainer Gerald Hönig
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