31.12.2004 - 00:00 Uhr
Sport

Blue Devils kassieren in Landshut mit 1:3 die sechste Niederlage in Folge - Führungstor durch ... Kampf alleine reicht nicht zum Sieg

Die Blue Devils traten am Donnerstagabend in Landshut sehr engagiert auf, zu einem Erfolgserlebnis hat es aber nicht gereicht. Am Ende stand ein 1:3 (1:1, 0:2, 0:0) und es war damit die sechste Niederlage in Folge.

von Rudolf Gebert Kontakt Profil

"Für unsere Verhältnisse haben wir ein sehr ordentliches Spiel abgeliefert. Wir haben alles versucht, aber es hat nicht gereicht", sagte Devils-Coach Leos Sulak. Zum Jahresende zog er auch ein kleines Zwischenfazit: "Wir haben doppelt so viele Punkte wie zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, aber spielerisch müssen wir uns steigern. Auch die vielen Strafzeiten in der letzten Zeit gefallen mir nicht."

Der Landshuter Trainer Bernie Englbrecht freute sich über die drei Punkte, kritisierte aber die schlechte Chancenauswertung und das schwache Überzahlspiel seiner Mannschaft. Englbrechts Aussage, er hoffe im neuen Jahr noch auf zwei, drei neue Spieler, brachte seinen Kollegen Sulak sichtbar zum Schmunzeln. Davon träumt der Devils-Coach sicher auch.

Die Blue Devils gingen von Beginn an beherzt zur Sache, nahmen die Zweikämpfe an und ließen die Cannibals nicht ins Spiel kommen. Zudem merkte man den Gastgebern die Nervosität an, nachdem ihr Vorsprung auf den ersten Nicht-Play-off-Platz auf vier Punkte geschmolzen war.

Bereits nach 71 Sekunden bot sich den Blue Devils die erste Überzahlchance. Das Powerplay war gegenüber den letzten Partien etwas verbessert, ein Treffer sprang aber nicht heraus. In der ausgeglichenen Partie waren Chancen auf beiden Seiten zunächst Mangelware, die Defensivabteilungen standen sicher. Die erste Duftmarke setzte J. F. Boutin in der 7. Minute mit einem Solo, der Schuss des Franko-Kanadiers verfehlte aber knapp das Ziel. Drei Minuten später durften die mitgereisten Weidener Fans aber doch jubeln. Samuel St. Pierre bediente den vor dem Tor lauernden Daniel Ström, der Schwede verlud Goalie Sebastian Vogl und versenkte die Scheibe gekonnt zum 0:1 (10.).

Die Weidener Führung ging zu diesem Zeitpunkt in Ordnung, zumal Holger König sogar den zweiten Treffer auf dem Schläger hatte. Erst in den letzten fünf Minuten wurden die Landshuter, bedingt durch zwei Weidener Strafzeiten, stärker. Die erste Hinausstellung (J. F. Boutin) wurde noch unbeschadet überstanden. Als dann Christian Witthohn in der Kühlbox saß, traf Andreas Geipel mit einem Distanzschuss zum 1:1 (18.).

Die Blue Devils hatten sich das Unentschieden nach 20 starken Minuten mehr als verdient, doch nach Wiederbeginn leisteten sich die Gäste eine Schwächephase und Landshut schoss die 3:1-Führung heraus. Zunächst traf Bobby Brown (22.) zum 2:1, dann leistete sich Peter Gruhle einen folgenschweren Blackout. Statt an der Bande energisch zu attackieren, ließ er den Landshuter Brown gewähren und dessen Querpass verwandelte der freistehende Zdislaw Zareba zum 3:1 (25.). Zwischen den beiden Treffern hatte Markus Welz noch den Pfosten des Weidener Gehäuses getroffen.

Trainer Sulak reagierte sofort und verbannte Gruhle auf die Bank. Dessen Position im dritten Sturm nahm Michal Bartosch ein. Bei den Blue Devils lief aber nach dem Rückstand offensiv nicht mehr viel zusammen. Landshut war ständig am Drücker, doch Devils-Goalie Reinhard Haider verhinderte in seiner Heimatstadt mehrfach einen höheren Rückstand.

Im Schlussdrittel plätscherte die Partie zunächst ohne große Höhepunkte dahin. Für Aufregung sorgte erst wieder Holger König, als er Markus Eberl attackierte (hoher Stock mit Verletzungsfolge) und vorzeitig unter die Dusche musste. König ist damit am Sonntag im Heimspiel gegen Essen gesperrt. In dieser Phase - Christian Kinateder kassierte wenig später noch eine Zweiminutenstrafe - zeigten jedoch die Landshuter, dass sie auch nicht zu den Powerplay-Künstlern gehören. Weiden bemühte sich bis zum Schluss, doch die Mittel reichten einfach nicht aus, um das Blatt zu wenden.

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