09.09.2005 - 00:00 Uhr
Sport

Bundesleistungsschau in Kreuth - 160-Kilometer-Distanzritt - Über 200 Pferde Araber beweisen Ausdauer

von Redaktion OnetzProfil

Auf Gut Matheshof in Kreuth fand am Wochenende die Bundesleistungsschau Arabischer Pferde, veranstaltet vom Zuchtverband für Sportpferde Arabischer Abstammung (ZSAA), statt. Knapp 100 Pferd-Reiter-Teams gingen bei den Distanzritten über 39 bis 160 Kilometer an den Start. Insgesamt waren über 200 Pferde bei dem Turnier gemeldet.

Die Technical Managers aus Dubai, die direkt seiner Hoheit Scheich Mohammed bin Rashid al Maktoum untersteht, kamen extra aus Compiegne bei Paris, wo am 25. September die Europameisterschaften im Distanzreiten stattfanden, nach Kreuth um sich ein Bild von der Veranstaltung zu machen. Nach dem Rennen stand fest, dass sie im nächsten Jahr die Offenen deutschen Meisterschaften für Senioren und Junioren und für das Distanzfahren großzügig unterstützen werden.

Der Vorsitzende des ZSAA, Ahmed Al Samarraie, hat es geschafft, diese Veranstaltung nach Meinung der Teilnehmer und der anwesenden Fachwelt, zu Deutschlands Top-Standort zu entwickeln, der auch nach Meinung der FEI-Vertreter nunmehr Austragungsort für ein großes internationales Championat sein kann.

13 Stunden im Sattel

In der Königsklasse der Distanzritte, dem CEI***-Ritt über 160 Kilometer, für die Reiter und Pferde zwischen elf und 13 Stunden brauchten, war die internationale Elite der Distanzreiter am Start. Das Rennen machte Hannes Hohenleitner mit dem Shagya-Araberwallach Nobelio vor der deutschen Meisterin von 2002, Susanne Kaufmann, auf der Vollblutaraberstute Fay el Rath und Klaudia Al Samarraie auf Ayman, die auch den begehrten Best Condition gewannen.

Den CEI***-Ritt über 120 km gewann die amtierende bayerische Meisterin Astrid Götz auf Jarid vor der Schweizer WM-Teilnehmerin Gabi Haldemann. Dritte in dem hochkarätig besetzten Feld wurde Maren Kuner mit Turek. Beim CEIJYR***-Ritt über 120 km war der größte Teil des deutschen Jugendkaders am Start, galt es doch die Qualifikation für Jugend-WM im Dezember in Bahrain zu schaffen. Gewonnen wurde der Ritt von Babette Frank auf Bashirah vor der deutschen Jugendmeisterin Aylissa Zwickl auf Bawura. Mit deutlichem Abstand folgte Simone Linster aus Luxemburg auf Steis Samurai.

Von den Zuschauern aus der Region, Bauern und Jagdpächtern wurden die Distanzreiter überall herzlich willkommen geheißen, erzählte Ahmed Al Samarraie begeistert. Ein Imker habe sogar die Fütterung seiner Bienen verschoben, damit die Pferde nicht gestört werden.

Hoher Stellenwert

Neben den Distanzritten waren Prüfungen in sämtlichen Disziplinen des Pferdesports ausgeschrieben - von den Westernreit-Klassen Pleasure, Reining und Western Horsemanship über Dressurprüfungen bis hin zu Springen und Vielseitigkeit. Für die Züchter hatten die angebotenen Internationalen Reitsport-Championate für die jeweiligen Araberrassen sowie die Stuten- und Hengstleistungsprüfungen obersten Stellenwert. Im Dressurviereck, beim Freispringen, im Springparcours und Gelände, bei einem Distanzritt wurden die Vater- und Muttertiere auf Herz und Lunge, Ausdauer und Schnelligkeit, Rittigkeit und Sprunganlage sowie Temperament und Charakter getestet.

Bei dem Turnier fanden auch Prüfungen in Dressur, Springen und Gelände des Pferdesportverbandes Niederbayern/Oberpfalz statt, an denen sehr viele Reiter aus der Region teilnahmen. Christiane Bürzer von der Reitsportgemeinschaft Amberg-Köfering holte sich in der Stilspringprüfung Kl. A den zweiten Platz. Anika Nitschke und Adriano wurden in dieser Prüfung Siebte, im Gelände sicherten sie sich den sechsten Platz. Auf Rang zehn im Springen landete Simone Kretschmer auf "Cool Player".

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