11.10.2017 - 22:12 Uhr
Sport

Champions-League-Aus ohne verletzte Sara Däbritz Bayern-Frauen scheitern an FC Chelsea

Aus, Schluss, vorbei: Die Fußball-Frauen des FC Bayern München scheiden bereits in der ersten Runde der diesjährigen Champions-League aus. Ohne die am Sprunggelenk verletzte Sara Däbritz gewinnen die Bayern das Rückspiel gegen den FC Chelsea zwar mit 2:1 - in der Addition ist der Erfolg aber zu wenig.

Aller Einsatz von Mandy Islacker (Nummer 23) half nichts. Die Frauen des FC Bayern München scheiterten in der ersten Runde der Champions-League am FC Chelsea. Screenshot: fcbayern.de
von Agentur DPAProfil

München. Das ist bitter! Ein Tor hat den Frauen des FC Bayern zum Achtelfinal-Einzug in der Champions-League gefehlt. Im Rückspiel gegen die FC Chelsea setzten sich die Münchenerinnen am Mittwochabend zwar mit 2:1 (0:0) durch, das reichte jedoch nicht zum Weiterkommen. Das Hinspiel vor einer Woche in London hatten die Blues mit 1:0 gewonnen.

Handspiel ungeahndet

Vor den Augen von Präsident Uli Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic im Grünwalder Stadion fehlte dem spielerisch überlegenen Team von Trainer Thomas Wörle zunächst wie im Hinspiel die offensive Durchschlagskraft. In Führung ging hingegen Chelsea, das einen Konter zum 1:0 durch Francesca Kirby (60.) nutzte. Danach drehten die Bayern durch ein Eigentor von Gemma Davison (75.) und Lucie Vonkova (82.) die Partie und hatten Chancen zum 3:1.

In der 89. Minute haderten die Bayern mit Schiedsrichterin Katalin Kulcsar (Ungarn), die ein klares Handspiel einer Britin im eigenen Strafraum nicht ahndete. Aufgrund der Auswärtstor-Regel zog allerdings Chelsea in die nächste Runde ein.

Beide Teams traten mit der gleichen Formation wie im Hinspiel an - mit einer Ausnahme: Bei den Bayern kehrte die wiedergenesene Mandy Islacker in die Startelf zurück, für sie rutschte Melanie Leupolz auf die Ersatzbank. Die Münchenerinnen setzten die Gäste sofort unter Druck. Sie suchten den Weg nach vorne, kamen aber zunächst nicht gefährlich zum Abschluss.

Das änderte sich in der 22. Minute. Chelsea-Keeperin Hedvig Lindahl konnte einen Schuss von Leonie Maier, die schon zuvor (9., 20.) aus der Distanz ihr Glück versucht hatte, nur nach vorne abklatschen lassen - Islacker setzte nach und bugsierte die Kugel über das leere Tor.

Nach der Halbzeitpause hatten die Bayern die Partie weiter im Griff. Fridolina Rolfö (51.), Maier (53.) und Verena Faißt (58.) hatten kein Glück im Abschluss - und dann konterte Chelsea: Nach einem Steilpass von Ramona Bachmann lief Kirby von der Mittellinie allein auf Torfrau Zinsberger zu und ließ der FCB-Keeperin keine Chance - 0:1 (60.).

Dramatische Schlussphase

Die Bayern brauchten nun drei Tore, um das Ausscheiden zu verhindern, und erhöhten trotzig den Druck. Nach Möglichkeiten durch die eingewechselten Lucie Vonkova (67.) und Lineth Beerensteyn (74.) wurden die Bayern schließlich nach einem Eckball belohnt: Der Ball prallte vom Oberschenkel von Chelseas Gemma Davison ins Tor zum Ausgleich (75.).

Die Münchnerinnen ließen nicht locker und durften nur sieben Minuten später erneut jubeln. Vonkova staubte ab zum 2:1, nachdem Lindahl einen Schuss von Kristin Demann nicht festhalten konnte (82.). Noch ein Tor fehlte jetzt zum Weiterkommen und mehrfach lag es in der Luft: Skorvankovas scheiterte zweimal (87., 89.) nur knapp, zudem übersah die Schiedsrichterin ein klares Handspiel von Millie Bright im Strafraum (88.). Ein Treffer von Laudehr (90.+5) wurde wegen eines Foulspiels zurecht aberkannt.

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