Club feiert Adam Zrelaks Premierentreffer
1. FC Nürnberg bereit für Holstein Kiel

Trainer Michael Köllner (rechts) wusste, bei wem er sich nach Spielschluss zu bedanken hatte. Adam Zrelaks Premierentreffer rettete dem Club einen Zähler in Ingolstadt. Bild: Andreas Gebert/dpa
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Bayern
16.04.2018
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Der Anfang verläuft ziemlich hart für Adam Zrelak in Nürnberg. Jetzt könnte es ein Happy End geben - für den Slowaken und für den Club. Der Aufstiegskampf spitzt sich dramatisch zu.

Ingolstadt. Einen besseren Zeitpunkt für das Premierentor im Trikot des 1. FC Nürnberg hätte Adam Zrelak kaum auswählen können. Sein 1:1 gegen einen starken FC Ingolstadt bescherte dem Club einen "Big Point" im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga, wie der slowakische Stürmer selbst bemerkte. Die Franken gehen nach der in einem rasanten Derby abgewendeten Niederlage moralisch gestärkt in den Vier-Spiele-Endspurt um zwei direkte Erstligaplätze.

"Am Ende der Saison sind auch die Nerven gefragt", betonte Trainer Michael Köllner nach 90 intensiven und hitzigen Minuten. Vier Partien kommen noch, "in der nächsten wird es wieder heiß zugehen", sagte Köllner voraus. Am Montag muss der Tabellenzweite beim direkten Konkurrenten und Verfolger Holstein Kiel antreten, der nur zwei Punkte zurück auf Relegationsplatz drei liegt.

"Wir hoffen, dass wir die Saison mit unserem großen Traum abschließen können", sagte Köllner. Es wäre der achte Bundesliga-Aufstieg des neunmaligen Deutschen Meisters. Weiter dazu beitragen will unbedingt auch Zrelak. "Ich hoffe nicht, dass es mein letztes Tor in dieser Saison war. Ich werde mein Bestes tun, um dem Club zum Aufstieg zu verhelfen", versprach Zrelak glücklich. In der 70. Minute hatte Köllner den 23 Jahre alten Slowaken für Torjäger Mikael Ishak eingewechselt. Vier Minuten später glich Zrelak die Führung der Gastgeber durch Robert Leipertz aus. "Ich war elf Meter vor dem Tor. Da war mein erster Gedanke - schießen", schilderte der Torschütze die so wichtige Aktion.

"Ich hoffe, das Tor gibt ihm Riesenselbstvertrauen", sagte Köllner: "Wir waren uns von Beginn an sicher, dass er ein Riesentransfer für uns ist." Im vergangenen Sommer war der Slowake für 750 000 Euro vom tschechischen Erstligisten FK Jablonec nach Nürnberg gewechselt. Die ersten Monaten in Franken waren von Verletzungspech geprägt. Erst stoppte ihn ein Mittelfußbruch, später dann eine Muskelblessur. "Es war eine harte Zeit für mich. Ich fühle mich jetzt mental und physisch viel besser. Ich will 100 Prozent für das Team und die Fans geben", kündigte er nach dem ersten Pflichtspieltor an.

Wir hoffen, dass wir die Saison mit unserem großen Traum abschließen können.Michael Köllner
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