07.12.2016 - 02:10 Uhr
Sport

Fußball Bayern schlägt Atlético Madrid

München. Auch wenn beide Trainer im Vorfeld von einer "Frage der Ehre" (Diego Simeone) und einem "Prestigeduell" (Carlo Ancelotti) sprachen: So ganz konnten weder der FC Bayern noch Atlético Madrid die Bedeutungslosigkeit des letzten Champions-League-Gruppenspiels ausblenden. Immerhin schaffte der Deutsche Meister im vierten Aufeinandertreffen des Jahres den ersten Sieg gegen den Angstgegner. Ansonsten konnten sich die 70 000 Zuschauer in der ausverkauften Arena des Eindrucks nicht erwehren, beide Teams schonten Kräfte für den Liga-Alltag.

Jubel mit Andeutung: Robert Lewandowski traf zum 1:0 und sagte danach, dass er Papa wird. Bild: dpa
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Bayern-Coach Carlo Ancelotti hatte seine Mannschaft gegenüber dem 3:1-Ligasieg in Mainz gehörig durcheinandergewirbelt. Taktisch kehrte er zum 4-3-3-System zurück. David Alaba spielte wie schon öfter unter Pep Guardiola in der Innenverteidigung.

Dazu rückten Juan Bernat, Rafinha, Renato Sanches, Arturo Vidal und Douglas Costa für Javi Martinez, Philipp Lahm, Thomas Müller, Joshua Kimmich und Franck Ribéry in die Startelf. Das Spiel entwickelte sich in den ersten 45 Minuten so, wie das aufgrund der unterschiedlichen Spielphilosophien zu erwarten war. Bayern war stets überlegen, ließ den Ball gekonnt durch die eigenen Reihen laufen und suchte nach der Lücke im dichten Netz der spanischen Defensivkünstler. Ab 25 Metern vor dem Gehäuse verdichtete Atlético das Spielfeld derart, dass aus dem Spiel heraus kaum ein Durchkommen war. Symptomatisch resultierte der Führungstreffer für die Bayern aus einer Standardsituation. Juan Bernat war 18 Meter vor dem Tor gelegt worden und Robert Lewandowski zirkelte den fälligen Freistoß aus halblinker Position wunderschön in den Winkel (28.). Der Pole hatte schon in Mainz einen Freistoß in ähnlicher Manier verwandelt. Atléticos extrovertierter Coach Diego Simeone vertraute auf das bewährte 4-4-2-System. Selbst der französische Star-Stürmer Antoine Griezmann verteidigte bis an den eigenen Strafraum. Wenn die Gäste nach Ballgewinn schnell umschalteten, wurde es meist gefährlich. Alleine der Belgier Yannick Carrasco hatte zweimal die Führung auf dem Fuß (10./16.).

Im zweiten Abschnitt versäumten es die Bayern, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Lewandowski (47.), Arjen Robben (55.), Costa (59.) und Thiago (78.) ließen hochkarätigste Chancen liegen. Die Spanier blieben dagegen offensiv total harmlos und vieles schuldig.

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