Nachwuchs für Robert Lewandowski
Bayerns Baby-Bomber

"Her mit dem Ball, ich muss euch allen etwas sagen." Sofort nach seinem Freistoßtreffer wusste Robert Lewandowski, was zu tun war. Seine Frau Anna und er erwarten demnächst ihr erstes Kind. Bild: dpa
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Bayern
07.12.2016
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Seit Mehmet Scholl und Mario Basler mangelt es dem FC Bayern an filigran-schlitzohrigen Freistoß-Spezialisten. Robert Lewandowski ist nach seinen Treffern gegen Mainz und Atlético auf dem besten Weg dorthin. Dabei ist der Grund für die neue Treffsicherheit des Polen noch gar nicht geboren.

München. Es musste raus. Der wunderschöne Freistoßtreffer am letzten Gruppen-Spieltag der Champions-League gegen Atlético Madrid wirkte wie eine Befreiung und die anschließende Medien-Runde diente als Ventil. "Davon habe ich immer geträumt. Ich wollte Annas Schwangerschaft der Öffentlichkeit mit einem speziellen Jubel mitteilen. Und jetzt konnten wir es nicht mehr länger geheim halten", sprudelte es aus Lewandowski, der sich in der Mixed-Zone geduldig jeder noch so privaten Nachfrage stellte.

Nach seinem wunderschönen Freistoßtreffer hatte er sich den Ball geschnappt, unters Trikot gesteckt, am Daumen gelutscht und in Richtung Tribüne gezeigt. Selbst mit Jubel-Botschaften weniger vertraute Zuschauer verstanden: "Lewandowski wird Papa." Seine Frau Anna Lewandowska, eine berühmte polnische Karate- und Taekwondo-Kämpferin, sei "Anfang des fünften Monats". Es ist das erste Kind des Sport-Paares.

Allerdings wollte der Star-Stürmer nicht verraten, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. "Egal, ob ein Fußballer oder eine Karate-Kämpferin, Hauptsache gesund", sagte der 28-Jährige, der übers ganze Gesicht strahlte. Natürlich freue er sich auch über den 1:0-Sieg der Bayern gegen den spanischen Angstgegner, aber "das Spiel war ja sportlich nicht mehr ganz so wichtig". Um sogleich hinterherzuschieben: "Für die Psyche und das Selbstvertrauen aber schon." Und das brauchen die Bayern auch.

Als Gruppenzweiter wartet bei der Auslosung am kommenden Montag nun ein Gruppensieger. Harte Brocken wie der FC Barcelona, Arsenal London oder der SSC Neapel sind nun bereits im Achtelfinale potenzielle Kontrahenten. Allerdings sind auch machbare Gegner wie Leicester City oder AS Monaco im Lostopf. Im Achtelfinal-Rückspiel müssen die Bayern auf jeden Fall auswärts ran - ein vermeintlicher psychologischer Nachteil. "Wir sind der FC Bayern. Natürlich wollten wir Gruppensieger werden, aber das war nach der Pleite in Rostow ja nicht mehr möglich", sagte Mats Hummels.

"Tatsächlich kann es jetzt gleich knüppeldick kommen. Aber ich glaube, dass sich auch keiner der möglichen Gegner den FC Bayern schon im Achtelfinale wünscht", merkte Thomas Müller an. Angesprochen auf den Nachwuchs im Hause Lewandowski antwortete der deutsche Nationalspieler in typischer Müller-Manier: "Ich war da nicht involviert. Das hat der Lewy ganz ohne meine Vorarbeit geschafft."

Ich war da nicht involviert. Das hat der Lewy ganz ohne meine Vorarbeit geschafft.Thomas Müller über den Lewandowski-Nachwuchs
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