20.02.2017 - 20:00 Uhr
Sport

Nürnberger ohne Chance "Löwen" beißen Club-Bubis

Da erstarrten die Frischlinge vor den "Löwen": Die Bubi-Truppe des Clubs war im bayerischen Zweitliga-Derby chancenlos. Und dennoch war am Montagabend in der Münchener Arena auch viel Farbe im Spiel.

Die Nürnberger um Ondrej Petrak (rechts) kamen gegen Romuald Lacazette und die Münchener "Löwen" meist einen Schritt zu spät. Die im Winter runderneuerten Sechziger dominierten das bayerische Zweitliga-Derby fast nach Belieben. Bild: dpa
von Josef Maier Kontakt Profil

München. Die "Löwen" haben wieder etwas mehr Licht im Tabellenkeller, der Club steckt weiter im Mittelfeld fest. Der TSV 1860 München besiegte am Montagabend den 1. FC Nürnberg im bayerischen Zweitliga-Derby mit 2:0 (2:0) und hat ein kleines Polster zwischen sich und die vier Letztplatzierten der 2. Bundesliga (je 18 Punkte) gelegt. Dabei half Club-Keeper Thorsten Kirschbaum beim Sechzig-Sieg kräftig mit.

Bei den Franken stand wohl die jüngste Abwehrreihe auf dem Feld, die je für den Traditionsverein aufgelaufen ist. Abwehrchef Georg Margreitter musste wegen seiner muskulären Probleme passen. Even Hovland muss sich mit seinen 28 Jahren wie ein "Oldie" vorgekommen sein. Der Weidener Dennis Lippert war mit seinen frischen 21 Jahren - er feierte am Montag Geburtstag - der Zweitälteste in der Defensive. Daneben verteidigten die 20-jährigen Lukas Mühl und Patrick Kammerbauer.

An der Unerfahrenheit lag es aber nicht, dass die Gäste schnell mit 0:1 in Rückstand gerieten. Denn bei diesem Tor nach einer Sechziger-Ecke griff Keeper Kirschbaum böse daneben. Abdoulaye Ba nickte den Ball ein. Auch danach hatten die "Löwen" vor 24 100 Zuschauern immer den direkteren Zug zum Tor. Logisch war somit auch das zweite Tor der Gastgeber kurz vor der Pause. Lumor hatte aus 16 Metern abgezogen, Kirschbaum sah erneut nicht gut aus.

Viren legen Matavz flach

Beim Club war auch das Fehlen von Stoßstürmer Tim Matavz bemerkbar. Den Slowenen hatte tagsüber eine Magen-Darm-Grippe gepackt. Die erste kleinere Chance der Gäste hatte Abdelhamid Sabiri Sekunden vor dem Halbzeitpfiff. Das Derby lebte derweil auch von deftig bayerischem Hinlangen: Schiedsrichter Frank Willenborg hatte nach gut 20 Minuten schon vier Gelbe Karten verteilt.

In der zweiten Hälfte kontrollierten die Münchener weiter das Spiel. Nach 58 Minuten verpasste Levent Aycicek alleine vor Kirschbaum die Entscheidung. Nach gut einer Stunde versuchte Club-Coach Alois Schwartz noch etwas Pep in seine Mannschaft zu bringen. Und nahm Tobias Kempe und den zuletzt so überraschenden Sabiri vom Feld. Der Marokkaner hatte Sekunden vorher einen Freistoß knapp über die Latte geschossen. Für beide kamen Neuzugang Lucas Hufnagel und Shawn Parker.

Später gab auch noch der Schwede Mikael Ishak sein Debüt. Es wurde etwas besser, doch Parker traf in der 90. Minute nur die Latte. Und so blieb der FCN erstmals seit 41 Zweitligaspielen ohne Tor - ein gebrauchter Abend für die Nürnberger.

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