18.10.2017 - 22:48 Uhr
Sport

Ordentliches Signal an Europa Bayern blasen Celtic mit 3:0 weg

Ein ruhiger Herbstabend im Münchener Norden. Nicht für die Kicker von Celtic Glasgow. Für sie war es doch zeitweise rau und stürmisch. Die Bayern machen wieder Wind.

von Josef Maier Kontakt Profil

München. Das war ein ordentliches Signal an Europa: "Wir sind wieder da!" Der FC Bayern München besiegte am Mittwochabend Celtic Glasgow in seinem Gruppenspiel der Champions-League mit 3:0 (2:0). Die Treffer für die Gastgeber schossen Thomas Müller (17.), Joshua Kimmich (29.) und Abwehrchef Mats Hummels (51.)

Bis auf eine Änderung startete Jupp Heynckes mit dem Team, das am Samstag den SC Freiburg mit 5:0 besiegt hatte. Für den an der Schulter verletzten Javi Martinez rutschte der deutsche Nationalspieler Sebastian Rudy ins defensive Mittelfeld. Der Ex-Hoffenheimer spielte seinen Part, als hätte er nie etwas anderes gemacht, als beim Rekordmeister in der Mitte für Stabilität und Ordnung zu sorgen. Die beiden Alternativen zu Rudy, Arturo Vidal und Corentin Tolisso, saßen zunächst auf der Bank.

Die Bayern legten zwar sofort den Vorwärtsgang ein, dennoch flutschte es noch nicht richtig. Ein Tor (6.) von Thiago wurde nicht gegeben, weil der Ball vorher die Auslinie überquert haben soll. Die Schotten machten erst mal selbige dicht, setzten aber durchaus frech den ein oder anderen Konter. Nach gut einer Viertelstunde war die Defensive der Gäste dann doch geknackt. Und los ging das Wettschießen: Thomas Müller (17.) staubte nach einem Kopfball von Robert Lewandowski zum 1:0 ab. Die Bayern hatten nun alles im Griff. Sie nagelten die Gäste am eigenen Sechzehner fest. Und wenn diese sich mal locken ließen, spielte vor allem Kingsley Coman seine Schnelligkeit aus. Seine Duelle gegen die Celtic-Verteidiger wirkten wie das Rennen zwischen Ferrari und VW-Käfer. Der junge Franzose kommt bei den Bayern allmählich richtig in Fahrt. Eine der Flanken Comans nickte Joshua Kimmich zum 2:0 (29.) ins Netz. Die Schotten schwammen, zu arg limitiert waren doch ihre Bemühungen. Die Bayern setzten aber vielleicht nicht energisch genug gegen die taumelnden Gäste nach.

Noch nicht, denn Mats Hummels verpasste den Schotten mit seinem Kopfballtor zum 3:0 (51.) zu Beginn der zweiten Hälfte den nächsten Wirkungstreffer. Durcheinander waren nicht nur die Schotten, sondern auch Stadionsprecher Stephan Lehmann, der ein Abseitstor von Robert Lewandowski (62.) schon mit allem Trara feiern wollte. Vielleicht wusste er ja schon, dass er an diesem Abend nichts mehr zu tun haben würde. Wenngleich die Bayern, aber auch die Gäste aus Glasgow, noch gute Möglichkeiten hatten.

Oben auf dem Nordrang feierten derweil die Celtic-Fans - was auch immer. Es gab doch auch Schotten, die an diesem Abend Spaß hatten.

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