18.08.2017 - 23:08 Uhr
Sport

Süle und Tolisso treffen beim Sieg gegen Leverkusen Bayerns Debütantenball

Der FC Bayern schlägt Leverkusen zum Auftakt der 55. Bundesliga-Saison mit 3:1. Besonders die Münchener Neuzugänge spielen sich dabei in den Fokus. Die Premiere des Video-Schiedsrichters sowie eine Spielunterbrechung runden einen unterhaltsamen Auftakt ab.

Traum-Debüt bei strömendem Regen: Rekord-Neuzugang Corentin Tolisso (links) traf gleich bei seinem ersten Auftritt im Bayern-Trikot gegen Leverkusen ins Schwarze. Der Franzose markierte das zwischenzeitliche 2:0. Bild: Andreas Gebert/dpa
von Agentur DPAProfil

München. Mit phasenweise meisterlichem Angriffsfußball hat der FC Bayern die 55. Bundesliga-Saison gegen Bayer 04 Leverkusen eröffnet. Das Münchener Starensemble bestätigte beim unterhaltsamen 3:1 (2:0) am Freitagabend gegen defensiv überforderte Gäste auf Anhieb die Ansprüche auf den sechsten Meistertitel am Stück. Die Neuzugänge Niklas Süle (9.) und Corentin Tolisso (18.) stellten vor 75 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena flott die Weichen auf den erwarteten Erfolg für das Team von Trainer Carlo Ancelotti.

Video-Schiri korrigiert

Ein Unwetter stoppte zwischenzeitlich die Münchener Angriffsmaschine und sorgte für einen verspäteten Beginn der zweiten Hälfte. Da legten die Bayern schnell nach: Robert Lewandowski (53.) verwandelte einen Foulelfmeter, der nach dem ersten Videobeweis in der Bundesliga-Geschichte nachträglich gegeben wurde. Schiedsrichter Tobias Stieler hatte ein Foul von Charles Aranguiz an Lewandowski übersehen und zeigte nach Intervention des Video-Assistenten Jochen Drees auf den Punkt. Admir Mehmedi (65.) nutzte eine der Chancen der mutigen Gäste gegen die häufig sorglose Bayern-Abwehr.

"Wir sind sehr, sehr glücklich, dass wir gewonnen haben", sagte Bayerns neuer Sportdirektor Hasan Salihamidzic erleichtert. Torschütze Süle gestand: "Wir haben uns schwer getan. In der ersten Halbzeit hatten wir noch gute Chancen, die zweite Halbzeit war nicht so gut." Bayer-Schlussmann Bernd Leno ärgerte sich. "Da war mehr drin", sagte er.

Die Bayern benötigten nur wenig Anlaufzeit. Nach fünf Minuten gab Tolisso einen ersten Warnschuss ab, den Bernd Leno im Bayer-Tor noch abwehren konnte. Vier Minuten später besorgten die beiden anderen Neuzugänge in der Münchener Startelf die Führung: In einer Kooperation der ehemaligen Hoffenheimer markierte Nationalspieler Süle vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw per Kopf nach einem Freistoß von Sebastian Rudy den Premieren-Treffer der neuen Saison. Nach dem 2:0 durch den 41,5-Millionen-Mann Tolisso nach Vorarbeit von Arturo Vidal war die Partie entschieden.

Das Konzept von Heiko Herrlich bei seinem Bundesliga-Debüt als Bayer-Chefcoach war damit schnell dahin. Er hatte mit einer offensiven Aufstellung versucht zu bestehen. Doch die Bayern dominierten auf ganzer Linie, waren schneller in allen Aktionen, entschlossener und zielstrebiger. Rekordeinkauf Tolisso (23.) hätte beinahe nach brillanter Kombination sogar noch erhöhen können, traf aber nur den Innenpfosten.

Unwetter und Starkregen

Leverkusens Defensive mit ihrem neuen Abwehrchef Sven Bender war hoffnungslos überfordert. Als nach einer halben Stunde ein Unwetter über die Allianz-Arena zog, schien der Starkregen das heißgelaufene Spiel der Bayern abzukühlen. Wegen des Gewitters verzögerte sich der Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit. Erst nach über 20 Minuten ging es weiter. Die Leverkusener suchten nun verstärkt die Offensive, doch der verwandelte Foulelfmeter durch Lewandowski machte die letzten Hoffnungen der Gäste zunichte.

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