2. Bundesliga
Schöne Bescherung für den Club

Die Nürnberger Spieler sind nach der Pleite gegen Sandhausen bitter enttäuscht. (Foto: dpa)
Sport
Bayern
05.12.2016
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Nürnberg. Da haben sie in Nürnberg etwas falsch verstanden: Hierzulande gibt es die Geschenke immer noch an Heiligabend. Aber die Fußballer des FCN waren schon am Vortag des 2. Advents großzügig. Die Kicker des SV Sandhausen nahmen die Präsente am Samstag dankend an und entführten mit 3:1 auch noch drei Punkte aus Nürnberg. Am Ende war es eine schöne Bescherung für den Club.

"Es ist wirklich enttäuschend, gegen Sandhausen zu verlieren", sagte ein frustrierter Kapitän Miso Brecko. Gegen die Sandhäuser kann man zwar verlieren, das Team aus der Nähe von Heidelberg hat schon oft große Namen geärgert. Trotzdem: So ein Spiel muss der Club gewinnen. Zumal der SVS mehr als eine Hälfte zu zehnt spielte. Aber die Cluberer nahmen dieses Geschenk - Stefan Kulovits (42.) sah Gelb-Rot - nicht an. "Wenn man so lange in Überzahl spielt, muss viel mehr rauskommen", meinte Brecko. Teamkollege Kevin Möhwald drückte es drastischer aus: "Man hat doch gar nicht gemerkt, dass wir ein Mann mehr waren."

Dabei hatte es in der Anfangsphase den Anschein, als würden die Club-Kicker ihre Fans mit einem tollen Spiel beschenken wollen. "In den ersten 45 Minuten haben wir ein gutes Spiel gemacht", begann die Analyse von Club-Coach Alois Schwartz. Kevin Möhwald, Hanno Behrens und Edgar Salli hatten beste Chancen, die Sandhäuser allerdings einen Knüller im Tor - Marco Knaller. "Und dann machen wir einen Fehler", fuhr Schwartz mit der Analyse fort. Es war eine Fehlerkette bei einem Konter der Gäste, für die Andrew Wooten (28.) traf. "Dieses Gegentor war der Wahnsinn", stöhnte Brecko.

Genauso dilettantisch stellten sich die Gastgeber vor gut 25 000 Fans beim 0:3 (76.) von Daniel Lukasik an. Dazwischen kassierte der FCN das 0:2 (55.) durch einen abgefälschten Schuss von Philipp Klingmann. "So viele Tore können wir vorne gar nicht schießen, wie wir hinten kriegen", meinte Schwartz sarkastisch. Dabei hatte der Club-Coach sich an diesem Nachmittag auch selbst geschlagen. Drei Jahre trainierte er vor dem Club den SVS, gab der Elf der Namenlosen eine grundsolide Struktur: Knallharte Defensive, feines Spiel nach vorne. "Ich habe die Mannschaft so stabilisiert, dass sie sich in der 2. Liga etabliert hat", blickte Schwartz wehmütig zurück. Am Samstag war seine gute Arbeit von damals sein Verhängnis. Für die Club-Fans gab es aber auch noch ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk - ein Traumtor von Guido Burgstaller zum 1:3 (82.). Freude machte dieses Geschenk kaum ...
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