Kommentar zur ersten Woche unter Heynckes
Jupp-Watschn für Ancelotti

Jupp Heynckes (Foto: dpa)
Sport
Bayern
15.10.2017
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Exakt eine Woche ist Jupp Heynckes nun zum vierten Mal Bayern-Trainer. Seitdem leitete er sechs Trainingseinheiten, saß beim Sieg gegen Freiburg auf der Bank und gab drei Pressekonferenzen.

Und in all seinen Äußerungen offenbarte er den desolaten Zustand, in dem er die hoch veranlagte Star-Truppe der Münchener vorfand. Auch wenn es der 72-Jährige vielleicht gar nicht so deutlich beabsichtigt hatte, dazu ist er viel zu sehr Gentleman: Viele seiner Sätze waren eine verbale Watschn für Vorgänger Carlo Ancelotti.
Fehlende Hierarchie, mangelhafte Fitness, unzureichende Defensivarbeit, Disziplinlosigkeiten en masse, persönliche Eitelkeiten, Grüppchenbildung. Heynckes sprach, als habe er die Mannschaft eines Kreisliga-Trainers und nicht die eines Welttrainers übernommen. Auch den Bossen war zuletzt aufgefallen, dass Ancelotti seinen Kaugummi mehr malträtierte als die Spieler im Training.
Es gibt viel zu tun für den Triple-Trainer von 2013 - dies offenbarte auch der Premieren-Sieg gegen den SC Freiburg. Aber noch bleibt Zeit, es "juppt" ja erst wieder seit einer Woche.

fabian.leeb@oberpfalzmedien.de
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