10.04.2016 - 12:35 Uhr
Sport

"So grausam kann Fußball sein" 1860 München in höchster Not

München. Sascha Mölders war fassungslos. "So grausam kann Fußball sein", urteilte der Routinier nach dem nächsten Tiefschlag für den TSV 1860 München im Abstiegskampf. Das 0:1 im Derby der 2. Fußball-Bundesliga gegen Greuther Fürth fühlte sich besonders mies an, weil es nicht nur aus Sicht des Angreifers unnötig gewesen war. "Wir haben alles versucht, brauchen uns nichts vorzuwerfen. Jetzt müssen wir die Köpfe hochnehmen. Nächste Woche haben wir wieder ein wichtiges Spiel", erklärte Mölders.

Trainer Benno Möhlmann war alles andere als zufrieden. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Die Bedeutung der Spiele nimmt wöchentlich zu, die Anzahl ab. "Es wird immer enger, wir haben nur noch fünf Spiele", sagte Präsident Peter Cassalette am Samstag im Bayerischen Rundfunk. Das nächste steigt schon am Freitag beim MSV Duisburg, dem Tabellenletzten. Fast schon ein Alles-oder-nichts-Spiel. "Die Löwen-Rechnung muss so aussehen, dass wir in Duisburg drei Punkte holen", sagte Cassalette. "Wir haben immer noch den Platz vor dem Relegationsplatz im Visier."

Platz 15 bedeutet direkte Rettung, Rang 16 würde wie im Vorjahr zwei dramatische Relegationsspiele gegen den Dritten der 3. Liga bedeuten. Noch sprechen sich die "Löwen" Mut zu, gerade nach dem Auftritt gegen Fürth. "Wir haben den Kampf grundsätzlich angenommen", meinte Trainer Benno Möhlmann. "Wenn wir konstant dranbleiben, werden wir belohnt werden. Davon bin ich hundert Prozent überzeugt."

"Es ist schon frustrierend gewesen", gestand der Präsident am Tag danach. Cassalette mag gar nicht an den Absturz in die 3. Liga denken, beschäftigen muss sich die Vereinsführung aber schon mit dem schlimmsten Szenario. Immerhin berichtete Cassalette, dass Investor Hasan Ismaik den Verein auch im Abstiegsfall weiter finanziell unterstützen würde.

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