400 Besucher beim Adventskonzert der FGV-Musikschule
Freude in Tönen

Jung und Alt, Instrumentalisten und Sänger gestalteten ein ebenso beeindruckendes wie abwechslungsreiches Programm, das die rund 400 Zuhörer zwei Stunden lang faszinierte. Bilder: hai (2)
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Bayern
16.12.2016
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Mit Miroslav Liska trat die neue Musikschullehrerin Rebecca Fürst erstmals mit Stücken von Dominik Cimarosa auf.

Kirchenlaibach. Pfarrer Sven Grillmeier sollte recht behalten, als er den rund 400 Besuchern in der Dreifaltigkeitskirche "wunderbare Musik zur Ehre Gottes und zu unserer Freude" ankündigte. 150 Akteure der Musikschule des Fichtelgebirgsvereins (FGV) ließen die Freude auf das Weihnachtsfest aufscheinen.

Mit ihrer blas- und trommelwirbelbetonten Musica Gloriosa (Alfred Bösendorfer) gaben die Speichersdorfer Musikanten unter Leitung von Norbert Lodes nicht nur zum Auftakt den Takt vor. Nach der Air from suite No. 3, arrangiert von Frank Bernaerts, Sleigh Ride von Rieks van der Velde und Winter Wonderland in einem Arrangement von Helmut Briegel warteten sie einmal mehr mit einer künstlerischen Überraschung auf. Ständig auf der Suche nach Neuem hatte Dirigent Lodes erstmals eine Koproduktion mit dem 25-köpfigen Chor "Kids & More" ins Visier genommen. Für Kurt Gäbles Werk "Kinderaugen" stieß er bei der nicht minder experimentierfreudigen Chorleiterin Lucia Stelzer auf offene Ohren. Gäbles Werk ist eine musikalische Weihnachtsgeschichte für Blockflöten, Orff-Instrumente und Blasorchester mit einem Erzähler und zweistimmigen Chor. Chorgesang und Instrumentalmusik erklangen mal getrennt, mal abwechselnd, mal im Wechsel mit besinnlichen Texten. Auch wurde im Refrain das Publikum mit einbezogen. Getragen von den mächtigen Blasinstrumenten, ließ es das "Gloria in excelsis deo" erschallen.

Ludwig Mayerhofers "Venite adoriamo", angestimmt von "Kids & more" unter Leitung von Luzia Fürst hätte den roten Faden des zwei stündigen Programms bilden können. "Nehmen wir uns Zeit für unsere eigenen Gedanken und lassen wir uns anstecken von der Botschaft, die hinter den Adventslieder steckt", erklärte der evangelische Pfarrer Dirk Grafe. Dabei sei es manchmal sogar hilfreich, in solchen Konzerten zur Ruhe verdonnert zu sein und dem Herzen nachgehen zu müssen. Eine der schönsten Möglichkeiten hierzu sei die Musik. "Hineinhören und Zuhören in der Adventszeit, um sich für Weihnachten einzustimmen mit den Chören der Engel, dass der Herr geboren ist", gab er als Devise aus.

Den Programmreigen mit Klassikern aller Epochen eröffneten das Akkordeon-Trio (Largo von Georg Friedrich Händel und Allegro von Ludwig van Beethoven) sowie das Gitarren-Ensemble (Alamande von Samuel Scheidt und Courante von Michael Praetorius). Unter Leitung von Musiklehrerin Ulrike Reichel-Greber spielten Salome und Beate Went, Dagmar und Jessica Sieber sowie Julia Ebel die Gavotte von Georg Friedrich Händel und "Es ist ein Ros' entsprungen".

Sein Debüt gab das Duett Julia Bäß (Alt) und Gabi Fees (Sopran), begleitet von Lucia Stelzer an der Orgel auf. Ihr Vortrag von César Francks sechsten Strophe Panis angelicus aus dem Hymnus Sacris solemniis ging unter die Haut. Erstmals trat auch die neue Musikschullehrerin Rebecca Fürst mit Miroslav Liska auf. Begleitet von Hartmut Gebelein am Klavier, gab sie dem Stück für zwei Flöten von Dominik Cimarosa eine virtuose Interpretation.

Nicht fehlten außerdem der katholische Kirchenchor ("Gesang der Engel" von Manfred Bühler und das Ave Maria in einer Fassung von Giulio Romano Caccini) sowie der Thomas-Chor. Dieser stimmte "Machet dir Tore weit" von Helmut Lützel und "Lichterschein durchflutet mich" von Ludwig Maierhofer an.
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