Amoklauf: Trittbrettfahrer verurteilt

Der Angeklagte (rechts) begrüßt im Landgericht München seinen Rechtsanwalt. Bild: dpa
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Bayern
19.12.2016
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München. (dpa) Fünf Monate nach dem Amoklauf im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München hat das Landgericht München I einen Trittbrettfahrer (53) in die Psychiatrie eingewiesen. Die Einweisung wurde allerdings zur Bewährung ausgesetzt, so dass der 53-Jährige am Freitag noch im Gerichtssaal auf freien Fuß kam. Als Auflage muss er gewissenhaft seine Medikamente einnehmen. Die vergangenen Monate hatte er in der geschlossenen Psychiatrie verbracht. Der Mann, der seit dem frühen Jugendalter in Australien lebt, hatte am 26. Juli 2016 aus der Münchner Wohnung eines Verwandten eine bedrohliche E-Mail an eine Mitarbeiterin der australischen Rentenbehörde geschickt.

Er forderte eine Invalidenrente, andernfalls werde er es dem Münchner Attentäter gleich tun - allerdings werde er es nicht bei neun Toten belassen. Der Mail fügte er Fotos von sich vor dem Blumenmeer am OEZ an. Die australischen Behörden schickten einen Warnhinweis nach Deutschland. Der 53-Jährige, der an paranoider Schizophrenie leidet, entschuldigte sich mehrfach dafür.
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