Bahn entschuldigt sich
Missratene Stellenanzeige

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Bayern
30.03.2018
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Bad Aibling. Die Deutsche Bahn hat sich für eine missratene Stellenanzeige bei Facebook entschuldigt. Mit den Worten "Alle wollen nach Berlin - dabei sind die guten Jobs in Bad Aibling" warb das Unternehmen für den Posten eines Fahrdienstleiters in Bad Aibling - wo vor zwei Jahren ein unaufmerksamer Fahrdienstleiter eines der schwersten Zugunglücke in Deutschland mit zwölf Toten verursacht hatte.

Doch kein Mensch hatte die Stellenanzeige in dem sozialen Netzwerk formuliert - sondern ein bestimmter Rechenvorgang hatte ihn automatisch aus Satzbausteinen, Berufsbild und Ort zusammengesetzt, wie die Deutsche Bahn am Donnerstag versicherte. Man entschuldige sich "in aller Form".

"Es war in keiner Weise unsere Absicht, die Gefühle von Betroffenen oder Angehörigen des Zugunglücks von Bad Aibling zu verletzen. Wir haben die Verbreitung sofort gestoppt", teilte das Unternehmen mit.Der Prozess sei umgehend überprüft und geändert worden, "damit so etwas nicht mehr vorkommt." Wie lange die Anzeige online war, war zunächst unklar. Bei dem Unglück waren am 9. Februar 2016 zwei Züge der Bayerischen Oberlandbahn frontal zusammengestoßen. Zwölf Menschen starben, 89 wurden verletzt. Der Fahrdienstleiter hatte auf seinem Handy gespielt und Signale falsch gestellt. Er wurde wegen fahrlässiger Tötung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
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