Bei Problemen in der Lehre an assistierte Ausbildung denken
Hilfe holen

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Bayern
08.09.2017
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Kommen Jugendliche in der Lehre nicht zurecht, ist die assistierte Ausbildung eine Option. Sie erhalten dann parallel zur Ausbildung Nachhilfe oder Unterstützung etwa durch Sozialpädagogen, erklärt Paul Ebsen von der Bundesagentur für Arbeit.

Die Unterstützung kommt beispielsweise in Betracht, wenn Auszubildende eine Lernschwäche, Schwierigkeiten mit der Sprache oder psychische Probleme haben.

Der Zusatzunterricht ist für die Jugendlichen kostenlos. "Ziel ist es, dass jeder Jugendliche, der eine Ausbildung beginnt, das Ausbildungsziel auch erreicht", erklärt Ebsen.

Einen Anspruch auf die Unterstützung hat man nicht. Es sei eine Ermessensentscheidung des Berufsberaters, eine assistierte Ausbildung zu gewähren, erklärt Ebsen. Wichtig sei, sich bei Problemen in der Ausbildung frühzeitig um Unterstützung zu kümmern. Sowohl der Betrieb als auch die Jugendlichen könnten die Berufsberater bei der Arbeitsagentur auf die assistierte Ausbildung ansprechen. Treten die Probleme bereits im ersten Lehrjahr auf, die Beteiligten bitten aber erst im zweiten Lehrjahr um Hilfe, wurde oft schon viel Lernstoff und Zeit verpasst.

Das Modell assistierte Ausbildung ist noch relativ neu. Im Jahr 2015/2016 hatte die Bundesagentur für Arbeit 5400 Plätze dafür bereitgestellt. (tmn)
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