30.06.2016 - 02:10 Uhr
Deutschland & Welt

Fälscher betrieben schwungvollen Handel Täuschend echte Bahnkarten

München. Drei Männer haben vor dem Landgericht München gestanden, Bahntickets in großem Stil gefälscht zu haben. Die nachgemachten Fahrscheine seien täuschend echt gewesen, erklärte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in ihrer Anklage. "Eine Erkennbarkeit als Fälschung war selbst durch geschultes Personal der Deutschen Bahn nahezu ausgeschlossen."

von Agentur DPAProfil

Die 24, 32 und 35 Jahre alten Männer räumten die Vorwürfe der Urkundenfälschung in 1106 Fällen und des schweren Bandendiebstahls ein. Zuvor hatte ihnen das Gericht im Gegenzug zu ihren Geständnissen vergleichsweise milde Strafen von drei bis vier Jahren in Aussicht gestellt.

Die Fälscher hatten Fahrausweisautomaten der Deutschen Bahn geknackt und daraus Originalrollen mit Blanco-Fahrkarten gestohlen. Anschließend druckten sie die Tickets im Thermodirektverfahren entsprechend der Ausstellungsweise an den Automaten.

Die Männer fälschten gängige Länderfahrkarten wie Bayerntickets oder Quer-durchs-Land-Tickets, ebenso Deutschlandpässe und ICE-Tickets für verschiedene Strecken, teilweise ausgestellt für BahnCard 50 oder 25. Sie verkauften die nachgemachten Fahrscheine im gesamten Bundesgebiet. Das Trio ging der Polizei im November 2014 ins Netz. Der auf vier Tage angesetzte Prozess könnte sich nach den Geständnissen verkürzen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.