Fakten statt Floskeln machen den Personaler neugierig - So gelingt das Anschreiben
Nicht langweilen oder zu viel labern

Fehler vermeidenbei der Bewerbund: gar nicht so schwer. Bild: tmn/Sophie Mono
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Bayern
08.09.2017
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Teamfähig, flexibel, zuverlässig: Bei manchen Anschreiben hat der Personaler das Gefühl, dass sich Superman bewirbt. Das wirkt unglaubwürdig. Besser ist es, weniger Attribute zu verwenden und die gut zu belegen. Fünf Tipps für das Anschreiben.

Das Anschreiben liegt am Anfang der Bewerbungsmappe - allein deshalb sollte es einen guten Eindruck machen. Doch anders als beim Lebenslauf fällt die Formulierung vielen schwer. Karriereberater Thomas Bähren erklärt die vier größten Patzer im Anschreiben - und wie Jobsuchende sie vermeiden:

Langweiliger Einstieg

Hiermit bewerbe ich mich auf Ihre Stellenanzeige" - so beginnen viele ihr Anschreiben. Das ist nicht unbedingt ein erster Satz, der dem Personaler Lust auf mehr macht, sagt Bähren. Besser sei, hier bereits einige wichtige Fakten zum Jobsuchenden unterzubringen wie "Als Absolvent der Wirtschaftsschule passe ich auf Ihre Ausbildungsstelle als Kaufmann für...".

Aneinanderreihen von Eigenschaften

Teamfähig, flexibel, zuverlässig - solche Attribute sind nicht mehr als Luftblasen. Auch wenn auf Jobsuchende alles zutrifft: Am Ende der Bewerbung wird nichts davon dem Personaler in Erinnerung bleiben, wenn sie das nicht mit Fakten untermauern. Besser wirkt häufig: "Ich habe als Schülervertreter bereits Veranstaltungen für mehr als 500 Teilnehmer gemanagt - das Organisieren gehört zu meinen Stärken."

Viel zu lange

Das Anschreiben ist am besten nicht länger als eine Seite. Nur wenige Personaler machten sich die Mühe, längere Ausführungen zu lesen, sagt Bähren. Zu kurz darf der einführende Text aber auch nicht sein: Ein Anschreiben mit nur fünf Zeilen sei zu kurz.

Den Lebenslauf wiedergeben

Aus Verlegenheit neigt mancher bei der Jobsuch dazu, im Anschreiben den Lebenslauf nachzuerzählen. Das ist überflüssig. Im Anschreiben sollten Bewerber darlegen, warum der Job zu ihnen passt.

Wichtig ist, in der Stellenanzeige genau zu schauen, was gefragt ist. Im Anschreiben legen sie dann dar, was ihre bisherigen Aufgaben sind - und warum sie dadurch genau zu der Stelle passen. (tmn)

Die Berufsorientierung fällt Jugendlichen leichter, wenn sie zunächst sorgfältig ihr eigenes Profil erforschen. "Leider nähern sich viele dem Thema anders herum", sagt Karriereberaterin Beate Westphal.

Viele schauen erst einmal, was es für Ausbildungen gibt und recherchieren in Datenbanken hunderte von Berufen. Die Gefahr sei dabei groß, den Überblick zu verlieren.

Besser sei es, erst das eigene Profil mit Stärken und Schwächen zu kennen - und sich dann passgenau zum Beispiel nur ein Dutzend Ausbildungen anzusehen. Das eigene Profil erforschen Jugendliche am besten, indem sie mit Hilfe von Tests ihre Stärken und Schwächen analysieren, rät Westphal.

Eine Möglichkeit sei der kostenlose Selbsteinschätzungstest der Bundesagentur für Arbeit im Internet (siehe unten).

Nach dem Test haben Jugendliche die zahlreichen möglichen Berufsbilder schon auf ein paar wenige eingegrenzt. (tmn)

Weitere Informationen:

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