08.09.2017 - 01:00 Uhr
Deutschland & Welt

Fakten statt Floskeln machen den Personaler neugierig - So gelingt das Anschreiben Nicht langweilen oder zu viel labern

Teamfähig, flexibel, zuverlässig: Bei manchen Anschreiben hat der Personaler das Gefühl, dass sich Superman bewirbt. Das wirkt unglaubwürdig. Besser ist es, weniger Attribute zu verwenden und die gut zu belegen. Fünf Tipps für das Anschreiben.

Fehler vermeidenbei der Bewerbund: gar nicht so schwer. Bild: tmn/Sophie Mono
von Azubi 2018Profil

Das Anschreiben liegt am Anfang der Bewerbungsmappe - allein deshalb sollte es einen guten Eindruck machen. Doch anders als beim Lebenslauf fällt die Formulierung vielen schwer. Karriereberater Thomas Bähren erklärt die vier größten Patzer im Anschreiben - und wie Jobsuchende sie vermeiden:

Langweiliger Einstieg

Hiermit bewerbe ich mich auf Ihre Stellenanzeige" - so beginnen viele ihr Anschreiben. Das ist nicht unbedingt ein erster Satz, der dem Personaler Lust auf mehr macht, sagt Bähren. Besser sei, hier bereits einige wichtige Fakten zum Jobsuchenden unterzubringen wie "Als Absolvent der Wirtschaftsschule passe ich auf Ihre Ausbildungsstelle als Kaufmann für...".

Aneinanderreihen von Eigenschaften

Teamfähig, flexibel, zuverlässig - solche Attribute sind nicht mehr als Luftblasen. Auch wenn auf Jobsuchende alles zutrifft: Am Ende der Bewerbung wird nichts davon dem Personaler in Erinnerung bleiben, wenn sie das nicht mit Fakten untermauern. Besser wirkt häufig: "Ich habe als Schülervertreter bereits Veranstaltungen für mehr als 500 Teilnehmer gemanagt - das Organisieren gehört zu meinen Stärken."

Viel zu lange

Das Anschreiben ist am besten nicht länger als eine Seite. Nur wenige Personaler machten sich die Mühe, längere Ausführungen zu lesen, sagt Bähren. Zu kurz darf der einführende Text aber auch nicht sein: Ein Anschreiben mit nur fünf Zeilen sei zu kurz.

Den Lebenslauf wiedergeben

Aus Verlegenheit neigt mancher bei der Jobsuch dazu, im Anschreiben den Lebenslauf nachzuerzählen. Das ist überflüssig. Im Anschreiben sollten Bewerber darlegen, warum der Job zu ihnen passt.

Wichtig ist, in der Stellenanzeige genau zu schauen, was gefragt ist. Im Anschreiben legen sie dann dar, was ihre bisherigen Aufgaben sind - und warum sie dadurch genau zu der Stelle passen. (tmn)

Die Berufsorientierung fällt Jugendlichen leichter, wenn sie zunächst sorgfältig ihr eigenes Profil erforschen. "Leider nähern sich viele dem Thema anders herum", sagt Karriereberaterin Beate Westphal.

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