Fast ein Drittel Kaiserschnitte - Andere Geburtshilfen verlieren an Bedeutung
Wieder mehr bayerische Babys

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Bayern
29.12.2016
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Fürth. Im vergangenen Jahr sind in Bayern so viele Kinder zur Welt gekommen wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Wie das bayerische Landesamt für Statistik am Mittwoch in Fürth mitteilte, wurden 2015 in den bayerischen Krankenhäusern 114 909 Kinder geboren, 2000 waren es 118 409 - in den Jahren dazwischen lag die Zahl der Geburten immer niedriger.

Im gleichen Zeitraum habe die Zahl der Kaiserschnitte jedoch von 25 560 auf 36 595 im Jahr 2015 zugenommen, der prozentuale Anteil an allen Geburten stieg von einst 21,6 Prozent auf nun 31,8 Prozent. Seit dem Jahr 1991 ist die Gesamtzahl der Entbindungen in den Kliniken von damals 132 897 um 13,5 Prozent gesunken. Die Zahl der Geburten mittels Kaiserschnitt stieg jedoch stetig an. Im Jahr 2015 gab es jedoch nur eine geringfügige Zunahme der Kaiserschnitte, so dass wegen der deutlich gestiegenen Zahl der Entbindungen der prozentuale Anteil der Kaiserschnitte erstmals seit 2010 gesunken sei. Im Jahr 1991 war der Anteil der Kaiserschnittentbindungen mit 16,1 Prozent nur etwa halb so hoch, vor fünf Jahren betrug er den Angaben nach aber 33,3 Prozent.

Andere Geburtshilfen werden dagegen immer seltener genutzt. Im Jahr 1991 wurde die Zangengeburt noch 2061 mal angewandt, 2015 nur noch in 284 Fällen. Das entspricht einem Rückgang von 86,2 Prozent. Die Saugglocke (Vakuumextraktion) kam vor 25 Jahren 8860 mal zum Einsatz, im vergangenen Jahr nur noch 7389 mal - ein Minus von 16,6 Prozent.
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