Finanztipps für Azubis - Von Girokonten, vermögenswirksamen Leistungen und der betrieblichen Altersvorsorge
Die Kohle im Blick behalten

Die Finanzen im Blick haben - gar nicht immer so leicht für neue Azubis. Bild: Bankenverband - Bundesverband deutscher Banken
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Bayern
08.09.2017
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Für viele junge Menschen fängt im September ein spannender neuer Lebensabschnitt an: Sie starten ihre Berufsausbildung. Damit kommen viele ungewohnte Herausforderungen auf sie zu - auch in finanzieller Hinsicht. Aber die Finanztipps des Bankenverbandes für Auszubildende helfen hier weiter.

Girokonto eröffnen: Mit Beginn der Ausbildung stellt sich für Azubis die Frage nach einem kostengünstigen Girokonto. Für Minderjährige fallen in der Regel keine Kontoführungsgebühren an, doch wer volljährig ist, sollte mehrere Angebote im Hinblick auf Leistungen und Gebühren vergleichen.

Polster für finanzielle Notfälle schaffen: Auszubildende sollten mit dem ersten Lohn beginnen, eine eiserne Reserve für unvorhergesehene Ausgaben zu bilden. Dafür eignen sich Spar- oder Tagesgeldkonten - auch wenn es kaum noch Zinsen dafür gibt.

Berufsausbildungsbeihilfe prüfen: Bei der Bundesagentur für Arbeit ist es möglich, Berufsausbildungsbeihilfe zu beantragen. Darin enthalten ist ein Zuschuss für Fahrtkosten und Miete. Erfüllen Auszubildende die Voraussetzungen, hängt es allerdings auch vom Einkommen der Eltern ab, ob und in welcher Höhe der Zuschuss bewilligt wird. Am besten vereinbart man einen Beratungstermin bei der Bundesagentur.

Risiken absichern: Zur finanziellen Absicherung ist auch für Azubis eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig. Ein weiterer Baustein ist eine private Haftpflichtversicherung, die vor Schadenersatzansprüchen schützt.

Gut zu wissen: Auszubildende bleiben unter bestimmten Voraussetzungen automatisch in der privaten Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert.

Riester-Vertrag aussuchen: Auch Azubis können bereits von einem Riester-Vertrag profitieren. Wer unter 25 Jahre alt ist, kann sich bei Vertragsabschluss zudem über einen einmaligen Bonus von 200 Euro freuen. Doch Achtung: Es gibt zahlreiche Anbieter und verschiedene Angebotsvarianten, die man sorgfältig prüfen sollte.

Extra-Geld mit vermögenswirksamen Leistungen ansparen: Wer diese Finanzspritze nicht nutzt, verschenkt bares Geld. Je nach Ausbildungsvertrag übernimmt der Chef einen Teil oder sogar die gesamte Sparrate von bis zu 40 Euro im Monat. Wie das gesparte Geld am besten angelegt wird, sollte man mit dem Bankberater besprechen. Langfristig besonders renditestark: Fondssparpläne mit Aktien.

Betriebliche Altersvorsorge nutzen: Auch wenn es noch weit weg ist: Für die Rente vorsorgen kann man nicht früh genug - auch mit einer betrieblichen Altersvorsorge. Bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung können durch sogenannte "Entgeltumwandlung" für eine staatlich geförderte betriebliche Altersversorgung verwendet werden. Wichtig: Im Ausbildungsbetrieb nachfragen.

Wie können Eltern und Lehrer ein Kind bei der Berufswahl unterstützen? Und wie lässt sich der Bewerbungsprozess trainieren? Wer Informationen zum Thema Übergang von der Schule in den Beruf sucht, kann jetzt das neue Portal www.überaus.de nutzen.

Darauf weist das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hin, das die Webseite anbietet.

Die Plattform soll zum Beispiel Lehrer und mit dem Thema beschäftigte Akteure in Politik und Wissenschaft unterstützen. Die Informationen können auch für Eltern interessant sein. (tmn)
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