Gefechtsschießen mit scharfer Munition
Soldat stirbt bei Übung

Ein Soldat hält eine Panzerfaust in der Hand. Bild: dpa
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Bayern
17.05.2017
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Übungen am Schießstand gehören zum Alltag bei der Bundeswehr. Für einen jungen Soldaten endete eine solche Gefechtsübung in Nordbayern tödlich. Er stand hinter einer Panzerfaust als sie abgefeuert wurde.

Wildflecken. Der auf einem Truppenübungsplatz im unterfränkischen Wildflecken tödlich verunglückte Soldat ist bei einer Schießübung mit einer Panzerfaust ums Leben gekommen. "Der Unfall ereignete sich bei einem Gefechtsschießen. Die Soldaten üben dabei mit scharfer Munition", sagte ein Sprecher des Heeres am Mittwoch. Der Polizei Unterfranken zufolge stand der 22-Jährige bei der Abgabe des Schusses genau hinter der Panzerfaust und wurde deshalb vom Rückstrahl der Waffe erfasst.

Durch die Wucht dieses Rückstrahls wurde der Hauptgefreite durch die Luft geschleudert und so schwer verletzt, dass er noch auf dem Truppenübungsplatz (Landkreis Bad Kissingen) starb. Ein sofort hinzugerufener Arzt der Bundeswehr konnte nach Angaben der Polizei nur noch den Tod des Soldaten aus dem Kreis Paderborn (Nordrhein-Westfalen) feststellen. Er gehörte der Panzerbrigade im ostwestfälischen Augustdorf (Nordrhein-Westfalen) an.

Bei der Waffe handelt es sich um eine Panzerfaust 3. Sie ist im schussbereiten Zustand rund 13 Kilogramm schwer. Zudem hat sie eine Reichweite von 300 bis 400 Metern. Die Geschosse werden mit Pulvergasen auf eine Geschwindigkeit von mehr als 220 Meter pro Sekunde beschleunigt. Hersteller ist die Firma Dynamit Nobel Defence mit Sitz in Würgendorf im südlichen Westfalen. Üblicherweise muss der Schütze stets vorwarnen, bevor er schießt. "Das kann ein "Achtung, ich schieße!" oder ein anderes vereinbartes, klares verbales Signal sein. Das ist so vorgesehen", sagte ein Brigadesprecher dazu.

Ob der Schütze, ein ebenfalls 22 Jahre alter Soldat, dieses Signal vor dem Abfeuern der Waffe gegeben hat, ist noch unklar. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Schweinfurt ermitteln deshalb nun insbesondere die Situation und die zeitlichen Abläufe am Schießstand.
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