Gegen einen damals mitangeklagten Staatsanwalt gibt es keinen neuen Prozess
Keine Fortsetzung im Fall Gsell

Die als Zeugin geladene Tatjana Gsell im Amtsgericht Nürnberg. Bild: Daniel Karmann/dpa
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Bayern
31.08.2017
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Nürnberg/Regensburg. Im Fall des gewaltsamen Todes des Nürnberger Schönheitschirurgen Franz Gsell wird es keinen neuen Prozess gegen einen damals mitangeklagten Ex-Staatsanwalt geben. Das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg bestätigte nun eine Entscheidung des Landgerichts in Regensburg.

Wie ein Justizsprecher am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, verlangt das Gesetz für eine Wiederaufnahme neue Tatsachen, mit denen ein Freispruch des Verurteilten begründet werden könnte. Es gebe aber viele Gesichtspunkte, die gegen einen Freispruch sprechen.

Der ehemalige Staatsanwalt und frühere Jugendfreund von Gsells Witwe Tatjana war 2004 zusammen mit ihr wegen versuchten Versicherungsbetrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die beiden wollten demnach zusammen mit einer Autoschieberbande die Luxus-Limousine des Arztes ins Ausland schaffen und dann die Versicherungssumme kassieren. Der Ex-Staatsanwalt legte darüber auch zunächst ein Geständnis ab, widerrief dieses dann aber schnell wieder. Seitdem streitet er die Vorwürfe ab. Tatjana Gsell hat ihr früheres Geständnis widerrufen und vor dem Amtsgericht Fürth die Wiederaufnahme des Falls beantragt. Die Entscheidung darüber steht noch aus, wie ein Sprecher sagte. Im Fall Gsell hatte es immer wieder spektakuläre Wendungen gegeben: Anfang 2003 hatten Räuber den damals 76 Jahre alten Promi-Arzt in seiner Nürnberger Villa überfallen und so schwer verletzt, dass er später starb.
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