Gemeinderat billigt Maßnahmen für Gewässer
69000 Euro flüssig machen

Eine der im Entwurf aufgeführten Maßnahme ist die Entlandung des Stauweihers in Haidenaab auf einer Fläche von mit 1400 Quadratmetern. Bild: ak
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Bayern
23.12.2016
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Gewässer wollen zum Vorteil der Natur als auch der Anlieger gut gepflegt sein. Wer die Pflege und Sohlräumung vernachlässigt, der säuft beim nächsten Hochwasser ab.

Speichersdorf. Bürgermeister Manfred Porsch stellte dem Gemeinderat den Bauentwurf für Unterhaltungsarbeiten an Gewässern dritter Ordnung vor. Er erläuterte, dass die Kommune nach dem Wasserhaushaltsgesetz dazu gesetzlich verpflichtet sei.

"Die Gewässerpflege ist Teil der Gewässerunterhaltung, um die biologische Wirksamkeit der Gewässer und Pflege der Uferbereiche und Hochwasserabflussgebieten zu gewährleisten." Gewässer seien wichtige Bestandteile eines Landschaftsraumes und dazu ökologische Ausgleichsflächen. Die Kommune ist bereits seit 1969 Mitglied im Zweckverband für die Unterhaltung der Gewässer dritter Ordnung in der nördlichen Oberpfalz. Der Bauentwurf umfasst alle im Zeitraum 2017 bis 2019 in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt und der Unteren Naturschutzbehörde geplante Unterhaltungsmaßnahmen.

Der Gesamtumfang der wiederkehrenden Räumungen, durch Hochwasserschäden notwendig gewordenen Instandsetzungen von Sohl- und Böschungsbefestigungen beträgt 68 540 Euro. Dazu erhält die Gemeinde einen Staatszuschuss in Höhe von 30 Prozent. Voraussichtlicher Baubeginn ist Frühjahr 2017. Der Gemeinderat segnet das Bauprogramm ohne Gegenstimme ab.

Zwei Standesbeamtinnen

Die Reihe der bestellten Standesbeamten in der Gemeindeverwaltung vervollständigte das Gremium ebenfalls per einstimmigen Beschluss. Laut scheidet die bisherige Standesbeamtin und Kämmerin Michaela Hösl aufgrund ihrer Teilzeitbeschäftigung und Elternzeit aus der Reihe der Standesbeamten aus. Grund dafür sei, dass Standesbeamte mindestens eine Beurkundung innerhalb eines Jahres vollziehen müssen. Durch das Ausscheiden der bisherigen Standesbeamtin Alexandra Steiner aus dem Dienstverhältnis zum 31. Dezember sind damit beiden Stellen vakant.

Die zum 1. Januar 2017 eingestellte Kerstin Hofmann wird zur neue Standesbeamtin bestellt. Sie übernimmt das Amt der stellvertretenden Amtsleiterin. Diesen Posten bekleidete sie bereits bisher bei der Gemeinde Mähring.

Das Landratsamt Bayreuth als Rechtsaufsichtsbehörde hat dazu bereits eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Als weitere Stellvertreterin soll die im Einwohnermeldeamt beschäftigte Laura Schindler im nächsten Jahr ausgebildet und bestellt werden. Damit stehen dann neben dem Standesamts- und Geschäftsleiter Thorsten Leusenrink wieder drei Standesbeamte zur Verfügung.

Die GewässerFlernitzbach ab Roslas bis Gemarkungsgrenze Neustadt/Kulm mit 500 Meter

Entlandung des Geschiebeteiches bei der Rammelsbrücke mit 2000 Quadratmeter; Entlandung des Stauweihers in Haidenaab mit 1400 Quadratmeter, Entlandung des Tauritzbaches von der Ortsmitte bis zur Bahnlinie (200 Meter)

Altholzgraben von der Kläranlage bis zur Gemeindeverbindungsstraße nach Roslas (1800 Meter)

Selbitzgraben ab Selbitzweiher bis Renaturierung (400 Meter)

Mühlbach in Ramlesreuth ab Ortsmitte bis Aumühle (300 Meter)

Seitengraben am Erlbach von Weiherhut bis zum Erlbach (200 Meter)

Uferbefestigung des Aubaches vom Stauwehr bis Ortsende (50 Meter)

Herrenholzgraben westlich der Staatsstraße 2184 (150 Meter); parallel verlaufender Seitengraben zwischen Haidenaab und Mühlbach (350 Meter)

Drechselweihergraben von der Kreisstraße BT 20 bis Einmündung in den Nesselgraben (620 Meter)

Erlbach westlich der Gemeindeverbindungsstraße Kodlitz-Herrenwald (400 Meter)

Almosbach links der Kreisstraße BT 20 (70 Meter)

Haunritzgraben östlich von Wirbenz (700 Meter).

Die Gemeinde geht dabei davon aus, dass das Entlandungsmaterial durch die Anlieger der bearbeiteten Gewässer übernommen wird. (ak)
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