16.02.2018 - 22:14 Uhr
Deutschland & Welt

Jubiläumsfolge im ZDF 400 Mal "Rosenheim-Cops"

Rund 17 200 Minuten lang haben die "Rosenheim-Cops" ermittelt. Die Wohlfühl-Serie ist Kult geworden - weit über die idyllische Region im Alpenvorland hinaus. Zur 400. Folge gibt es einen neuen Kommissar.

Die Ermittler legen sich ins Zeug (von links): Christian Bach (Patrick Kalupa), Anton Stadler (Dieter Fischer), Michi Mohr (Max Müller) und Sandra Mai (Sina Wilke). Bild: Christian A. Rieger - Klick/ZDF/dpa
von Agentur DPAProfil

Rosenheim. Ausgerechnet in der Jubiläumsfolge fehlt er, der alles entscheidende Satz: "Es gabad da a Leich". Mit diesem Verweis auf einen Leichenfund schickt Sekretärin Miriam Stockl üblicherweise die Mordermittler zum Einsatzort. Doch wenn die "Rosenheim-Cops" am Dienstag - ausnahmsweise erst um 19.35 Uhr - zum 400. Mal ihre Arbeit aufnehmen, hat Stockl keine Chance. Sie hat den Bus verpasst, kommt zu spät ins Präsidium - prompt gleiten ihr die Fäden aus der Hand.

16 Jahre nach dem Start ist die ZDF-Vorabendserie Kult. Mit bis zu fünf Millionen Zuschauern im Schnitt erreicht sie nach kurzer Flaute wieder die Marke der ersten Staffel. Ein Erfolg, mit dem laut Produzent Alexander Ollig kaum jemand gerechnet hatte.

Bisher hatten es die "Cops" mit 403 Leichen zu tun. Immer wieder neue Mordarten sind da nicht zu erwarten. Zumal viele Gewaltdelikte ausgeschlossen sind. "Das liegt darin begründet, dass es für den Zuschauer schwierig ist, sich über den verschwundenen Vierfachlocher von Frau Stockl zu amüsieren, wenn ein Kind ermordet oder eine junge Frau entführt wurde", erklärt Ollig.

Als "Wohlfühl-Serie" beschreibt auch Darsteller Joseph Hannesschläger die "Rosenheim-Cops". Er spielt Kommissar Korbinian Hofer, der seit der ersten Folge dabei ist - in der Jubiläumsausgabe jedoch fehlt. Folge 400 ist der erste Fall für Mordermittler Christian Bach. Darsteller Patrick Kalupa antwortet auf die Frage nach Besonderem an einer Rolle bei den "Cops": "Die Kameradschaft unter den Kollegen, das Panorama und das deftige Essen machen mir beste Laune!" Er ist der 13. Kommissar. Die Bedeutung der Ermittler hat sich aber gewandelt: "Am Anfang war die Serie sehr auf die beiden Kommissare konzentriert, heutzutage ist es mehr eine Ensemble-Leistung", sagt Hannesschläger. "Die Kommissare ermitteln hauptsächlich, die Nebenfiguren bestreiten die Nebengeschichten."

So machen die halbprivaten Stränge die Leichtigkeit aus. Seien es die geschwätzige Stockl oder der emsige Polizist Michi Mohr. Das Ganze inszeniert in Voralpenidylle und - weil im Sommer gedreht - bei bestem Wetter. "Wir ermitteln dort, wo andere gerne Urlaub machen", sagt Hannesschläger. Die Stadt bietet sogar Führungen "Auf den Spuren der 'Rosenheim-Cops' an, an denen mehr als 38 000 Menschen teilgenommen haben.

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