02.07.2016 - 02:10 Uhr
Deutschland & Welt

Krieger und Soldaten verwöhnen Gäste des Backofenfestes mit ihren Schmankerln Dorf durftet den ganzen Tag

Windischenlaibach. "Ich bin froh, dass es so gut gelaufen ist", bilanzierte ein sichtlich zufriedener Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft Manfred Kauper. Der Aufwand für das zwölfte Backofenfest sei zwar enorm gewesen, doch die Tradition habe den Aufwand gerechtfertigt.

Gespannt warteten Martin Zimmermann sowie Margarethe und Vereinschef Manfred Kauper auf den ersten Laib Brot aus den Holzofen. Bild: hia
von Wolfgang HübnerProfil

Vor allem auswärtige Besucher zog das Backofenfest einmal mehr an. "Schee wars", so ein sichtlich begeisterter Walter Kuhbandner aus Kirchenlaibach, der schon zum Frühschoppen kam. Nachdem beim Frühschoppen die Schafkopfer dominierten und das "Windischenlaibacher Mittelalter" die Sonnenschirmplätze auf der Veranda besetzte, füllten sich gegen Mittag die Reihen im Zelt, in der "guten Stube" des Dorfgemeinschaftshaus sowie auf der Terrasse.

Schon um 9 Uhr steckte Grillmeister Thomas Preißinger aus Neuhof die Schweinhaxn auf. Parallel dazu warf Günther Strobel seinen Pizzaofen an. Noch früher aus den Federn mussten die Back- und Räuchersprofis der Kameradschaft. Harald Kettel und Albert Kauper sorgten mit ihrem mobilen Räucherofen einmal für 24 Stunden geräucherten Backsteinkäse. Diesen boten sie eingelegt mit Pizzagewürz, mit Pfeffer und natur an. Zusätzlich hingen 60 Forellen in der Räucherkammer. Noch längere Vorbereitungszeit brauchten die Presssäcke und Sulzen. Vier Tage vorher waren Matthias Schott aus Selbitz, Albert und Manfred Kauper sowie Andrea Wolfohr am Werkeln.

Um die 60 Fünfpfünder Laib Brot kümmerten sich Bernd Kauper und Markus Höcht. Auch Manfred Kaupers 82-jährige Mutter Margarethe war am Backofen mit von der Partie, als Schürmeister Martin Zimmermann die Brotrohlinge einschoss. Als er am späten Vormittag das erste Brot aus dem Ofen holte und am Klopfen auf dem Boden hört, dass der Laib "fertig" ist, konnte auch Kameradschaftschef Kauper nach einer Woche Vorbereitung zum gemütlichen Teil übergehen.

Fürs Kaffeetrinken hatten die Dorffrauen ein Kuchen- und Tortenbüfett aufgebaut. Viele kamen angewandert, andere nutzten bei ihrer Radtour die Gelegenheit zum Zwischenstopp. Auch musikalisch wurden sie bestens unterhalten. Denn das Windischenlaibacher Eigengewächs, der 17-jährige Jonas Kauper, griff mächtig in die Tasten seiner Steierischen.

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