10.12.2016 - 02:10 Uhr
Deutschland & Welt

Landtagspräsidentin Barbara Stamm zeichnet Jörg Skriebeleit aus Dank für „gelebte Erinnerungskultur“

Jörg Skriebeleit erhielt am Freitag in München von Landtagspräsidentin Barbara Stamm eine Urkunde sowie die Verfassungsmedaille in Silber. Bild: hfz/Rolf Poss
von Jürgen UmlauftProfil

München/Flossenbürg. Jörg Skriebeleits Arbeit ist aller Ehren wert. Am Freitag zeichnete Landtagspräsidentin Barbara Stamm den Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg deshalb mit der diesjährigen Verfassungsmedaille in Silber aus.

Skriebeleit arbeitet seit 1996 in der Gedenkstätte Flossenbürg, seit 1999 als deren Leiter. In dieser Zeit schrieb er nicht nur mehrere Standardwerke zur Geschichte des Lagers, sondern leitete auch eine grundlegende Neukonzeption der Gedenkstätte ein. "Durch diese Entwicklung hin zu einem lebendigen Ort des Gedenkens hat Herr Skriebeleit maßgeblich dazu beigetragen, dass die Erinnerung an die Opfer Eingang in das heutige Geschichtsbewusstsein gefunden hat", würdigte Stamm. Der Einsatz für überlebende Häftlinge und die Angehörigen von Opfern des KZ Flossenbürg sei ihm stets ein großes Anliegen. Darüber hinaus engagiere sich Skriebeleit für eine gelebte Erinnerungskultur und eine tolerante, weltoffene Gesellschaft, unter anderem im Aktionsbündnis "Weiden ist bunt". Stamm zeichnete drei Personen mit der Verfassungsmedaille in Gold und 35 in Silber aus. Aus der Region erhielten die Medaille in Silber außerdem Sozialministerin Emilia Müller , der frühere zweite Bürgermeister von Hirschau sowie Gründer und langjähriger Vorstand des Skiclubs Monte Kaolino Hans Dobmeyer und Marianne Gutwein aus Kümmersbruck als Engagierte im Sozialdienst katholischer Frauen im Amberg.

Der Landtag ehrt mit der Medaille seit 1961 Bürger, die in herausragender Weise zum Zusammenhalt der Menschen in Bayern beitragen und sich aktiv für die Werte der Bayerischen Verfassung einsetzen.

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