12.03.2018 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Leserbrief Geringschätzung der Laien

Zur Berichterstattung über die Pfarrgemeinderatswahlen:

von Externer BeitragProfil

In der Erzdiözese München und Freising ist die Wahlbeteiligung bei den Pfarrgemeinderatswahlen um 4 auf 19 Prozent gestiegen. In der Diözese Regensburg ist sie dagegen von 17,5 um 2,6 auf 14,9 Prozent gesunken. Vielleicht auch deshalb, weil in der Diözese Regensburg als einziger der 27 deutschen Diözesen der Pfarrgemeinderat keine einzige (!) Angelegenheit selbst entscheiden kann. Jede Entscheidung liegt laut Satzung beim Pfarrer, der - ebenfalls ein Novum - auch Vorsitzender des Pfarrgemeinderates ist.

Eine solche Geringschätzung der Laien gibt es sonst nirgends! Der abgesetzte Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat das als Bischof von Regensburg eingeführt, und der aktuelle Bischof Voderholzer schaut tatenlos zu. Vielleicht nennt er uns auch deshalb so gerne "Weltchristen", weil wir innerhalb der Kirche nichts zu bestellen haben.

Zur Erinnerung: Die Wahlbeteiligung hat bei den Pfarrgemeinderatswahlen 2002 in der Diözese Regensburg - der letzten vor den Irrungen und Wirrungen durch den damaligen Bischof Gerhard Ludwig Müller - bei 21,79 Prozent gelegen. Der erste Absturz kam bereits im Jahr 2006, also unmittelbar nach der Auflösung von Diözesanrat und Dekanatsräten und der Marginalisierung der Pfarrgemeinderäte.

Fritz Wallner, 84069 Schierling

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