25.04.2018 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Leserbrief "Lächerlich milde Strafen" für Gaffer

Zum Thema "Gaffer":

von Externer BeitragProfil

Schon wieder ist es, dieses Mal auf der A3 bei Regensburg, zu einem unfassbaren Vorfall mit Gaffern gekommen. Während Retter versuchten, einen Schwerstverletzten zu bergen, zückte nach Angaben der Polizei jeder zweite Autofahrer im Vorbeifahren sein Handy, um die Rettungsmaßnahmen zu filmen. Es gibt nicht mehr viel, was mich in diesen Zeiten noch aus der Fassung bringen könnte. Aber solche Geschehnisse machen mich doch wieder fassungslos.

Verrohung und Verdummung scheinen verbreitet um sich zu greifen. Es ist schon erstaunlich, was das Smartphone aus solchen Leuten gemacht hat. Oder macht es erst deutlich, was in ihnen steckt? Die Gaffer sollten sich einmal überlegen, ob sie selbst bei einem Unfall auch so begafft werden möchten. Diese Leute sind manipuliert von Facebook und Co. Sie müssen alles sofort "teilen". Auf die Dauer ist es langweilig, seinen "Freunden" bei jeder Gelegenheit die Festigkeit des eigenen Stuhlgangs mitzuteilen. Da kommt so eine Szene mit ein paar Schwerstverletzten (oder gar sterbenden Menschen) natürlich gerade recht. Merken diese Leute nicht mehr, wie fremdgesteuert sie sich verhalten?

Was darüber hinaus besonders ärgerlich ist, sind die lächerlich milden Strafen für Gaffer. Sie stellen eher eine Animierung statt eine Abschreckung dar. In unserem betont liberalen Rechtssystem gibt man scheinbar die Hoffnung immer noch nicht auf, man könnte solche Leute mit reinen Aufklärungsmaßnahmen zu einem anderen Verhalten bewegen.

Alfred Kastner, 92637 Weiden

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.