28.02.2018 - 20:48 Uhr
Deutschland & Welt

Leserbrief Sie können nicht schwimmen und keinen Purzelbaum

Zum Artikel "Land unter beim Schwimmen":

Diese Zweitklässler bewegen sich mit Schwimmhilfen durchs Wasser. Symbolbild: Stephanie Pilick/dpa
von Externer BeitragProfil

Als Sportlehrerin an einer Realschule stimme ich Patrick Sinzinger von der DLRG in vielen Dingen zu. Es ist mehr als beängstigend, wie die Zahl der Nichtschwimmer nach oben schnellt. Immer wieder müssen wir auch bei uns in den 5. Klassen sehen, dass Schüler nur schlecht oder überhaupt nicht schwimmen können.

Einem möchte ich jedoch vehement widersprechen: Jede in Bayern ausgebildete Sportlehrkraft muss, um überhaupt am Staatsexamen teilnehmen zu können, den "Nachweis des Rettungsschwimmabzeichens in Silber der DLRG oder Wasserwacht (nicht älter als drei Jahre)" vorlegen, sowie "mindestens 5 Leistungpunkte im Bereich Schwimmen" erbringen.

Die Aussage Sinzingers, dass dieser Teil der Ausbildung freiwillig sei, ist somit schlichtweg falsch. Von dem Statement, dass ein ehrenamtlicher Verband die Lehrerausbildung für den Freistaat bezahlt, mal ganz abgesehen.

Wir als Sportlehrkräfte werden in unserem Studium sehr für das Thema Schwimmen sensibilisiert und sind auch nach erfolgreich abgeschlossenem Studium dazu verpflichtet, uns in diesem Bereich stetig weiterzubilden und unsere Kenntnisse aufzufrischen. Dr. Georg Leipold, der zitiert wird und feststellt, dass die motorischen Fähigkeiten im Allgemeinen immer weiter schwinden - nicht nur beim Schwimmen - hat leider Gottes absolut recht. Selbst am Purzelbaum, der guten Rolle vorwärts also, scheitert es.

Tanja Renner, 95519 Schlammersdorf

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