30.12.2016 - 18:26 Uhr
Deutschland & Welt

Markus Söders Pläne für ein Uni- und Forschungszentrum in Nürnberg gescheitert Kein Campus auf AEG-Gelände

Nürnberg. Die Pläne der bayerischen Staatsregierung, auf dem früheren Nürnberger AEG-Gelände ein Uni- und Forschungszentrum anzusiedeln, sind geplatzt. Der Freistaat habe die Verhandlungen über den Ankauf abgesagt, teilte die Immobilienentwicklungsgesellschaft MIB mit. "AEG war zu klein und zu teuer. Für den großen Wurf braucht es einfach mehr Platz", erklärte Finanzminister Markus Söder (CSU) am Freitag und bestätigte das Aus für die Pläne. Auf dem rund 170 000 Quadratmeter großen ehemaligen Areal des Elektrokonzerns AEG sollten vor allem technologie-orientierte Fachrichtungen der Universität Erlangen-Nürnberg untergebracht werden, die bislang auf viele Standorte verteilt sind. Bis zu 5000 Studien- und 850 Arbeitsplätze waren geplant. Söder hatte zusammen mit Kultusminister Ludwig Spaenle und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) die Campus-Vision im September 2014 vorgestellt. Söder sprach damals von einer "historischen Weichenstellung". Spaenle sah die Chance, "einen neuen High-Tech-Universitätsstandort zu etablieren". Laut Finanzministerium laufen bereits Gespräche mit Eigentümern möglicher neuer Flächen für die Ansiedelung der Universität. Es sei aber Vertraulichkeit vereinbart worden.

Das ehemalige AEG-Gelände in Nürnberg: Nach Vorschlägen von CSU-Finanzminister Markus Söder sollte dort ein Uni- und Forschungszentrum entstehen. Nun sind die Pläne gescheitert. Archivbild: dpa
von Agentur DPAProfil
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