21.08.2017 - 18:44 Uhr
Deutschland & Welt

Nach dem großen Sturm Bauern von Unwettern besonders betroffen

München. Das Unwetter vom Freitagabend hat die Bauern in mehreren Regionen Bayerns schwer getroffen. Die Schadenshöhe sei noch bezifferbar, sagte eine Sprecherin des Bayerischen Bauernverbands am Montag. Schäden gab vor allem im Raum Fürth in Mittelfranken sowie in Niederbayern im Landkreis Passau. Bei Fürth hätten Sturm und Hagel auf einem Gebiet von 6 mal 15 Kilometern schneisenartig eine Spur der Verwüstung in Zuckerrüben- und Maisfeldern hinterlassen.

In Hauzenberg im Kreis Passau (Niederbayern) hat der Sturm ein Buswartehäuschen umgeweht. Für Land- und Forstwirtschaft geht der Schaden in die Millionen Bild: Sven Hoppe/dpa
von Agentur DPAProfil

"Der Mais, der drei Meter hoch war, hat jetzt eine Höhe von einem halben Meter", sagte die Sprecherin. Teils wurden Ställe und Scheunen abgedeckt. Auch Waldgebiete seien teils schwer betroffen. Der Sturm hatte zudem im Landkreis Passau mehrere Hundert Quadratmeter Wald beschädigt oder vernichtet. Besonders betroffen von dem Unwetter waren die Stadt Hauzenberg und die Gemeinde Thyrnau. Landrat Franz Meyer (CSU) hatte schon am Sonntag von einem "schockierenden Schadensbild" gesprochen. Er warnte zugleich: "Das Betreten von Waldstücken ist auf Wochen lebensgefährlich." Der am Samstag ausgerufene Katastrophenalarm blieb bis Montagabend (20 Uhr) bestehen. Bei Aufräumarbeiten waren im Landkreis Passau am Wochenende zwei Männer ums Leben gekommen.

Bei der Versicherungskammer Bayern hatten sich bis Montagvormittag bereits zahlreiche Betroffene der Unwetter vom Wochenende gemeldet. Gut 2000 Schadensmeldung aus Bayern seien eingegangen, sagte ein Unternehmenssprecher. Eine Gesamtsumme lasse sich jedoch noch nicht beziffern. Am stärksten gewütet habe der Sturm in den Regionen um Passau, Ansbach und den Chiemsee, von wo auch die meisten Meldungen stammten.

Auch die Bahn bekam die Auswirkungen des Sturmes zu spüren. Zahlreiche umgestürzte Bäume in den Gleisen und auf den Oberleitungen führten am Wochenende zu Streckensperrungen und Zugausfällen. Der Schaden lasse sich noch nicht beziffern, sagte ein Sprecher am Montag. Bis Montag waren die meisten Strecken wieder befahrbar. Lediglich die Verbindung der Rottalbahn zwischen Passau und Mühldorf am Inn war noch unterbrochen.

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