09.03.2017 - 19:16 Uhr
Deutschland & Welt

Nach Tornado in Unterfranken: Behörden wollen Schäden begutachten

Kürnach (dpa) Einen Tag nach dem Tornado im unterfränkischen Kürnach (Landkreis Würzburg) wollen sich die Behörden am Freitag einen Überblick über den Schaden verschaffen. "Wir haben in der Nacht an etwa 80 Einsatzstellen gearbeitet. Der Tornado hat 50 bis 60 Dächer abgedeckt, Bäume regelrecht umgeknickt und Scheunen gänzlich zerstört", zog Kreisbrandrat Michael Reitzenstein am Freitag Bilanz.

Feuerwehrleute und Anwohner müssen die Reste des Tornados am Donnerstagabend aufräumen.
von Agentur DPAProfil

Wie hoch der Schaden am Ende sein wird, war zunächst nicht zu beziffern. "Weil es so viel ist." In den kommenden Tagen werden die Aufräumarbeiten im Vordergrund stehen.

Der Würzburger Landrat Eberhard Nuss hatte noch am Abend Katastrophenalarm ausgerufen. "Es ist zu erwarten, dass er im Tagesverlauf wieder aufgehoben wird", sagte Paul Justice, Einsatzleiter des Rettungsdienstes. Obwohl der Tornado mit enormer Kraft fast zehn Minuten lang durch den Ortsrand von Kürnach tobte,
wurde am Abend und in der Nacht niemand verletzt.

Der Wirbelsturm hatte am frühen Donnerstagabend Kürnach auf einem Gebiet von etwa zwei Kilometer Länge und zweieinhundert Metern Breite getroffen. Nach Auskunft von Reizenstein erwischte es rund 50 bis 60 Häuser. "Der Schaden geht von einem Dachziegel bis zum halben Dach, das abgedeckt wurde", sagte er.

Der Tornado hatte sich zeitlich und räumlich eng begrenzt im Rahmen einer Gewitterzelle entwickelt. Der kurze und heftige Wirbelsturm war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes nicht ungewöhnlich für die Jahreszeit.

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