Nachfragen kann sich für Bewerber lohnen
Absage erhalten?

Nicht aufgeben, auch wenn es schwer fällt: Statt Ablehnungsschreiben zu zerknüllen, sollten erfolglose Bewerber fragen, was falsch gelaufen ist. Bild: Jens Schierenbeck/dpa/gms
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Bayern
08.09.2017
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Die Bewerbung war scheinbar perfekt - und doch hat es nicht geklappt? Dann schadet es nicht, einmal nachzuhören, warum es so gelaufen ist. Denn selbst wenn es mit diesem Job nichts geworden ist, warten manchmal noch andere Optionen.

Eine Absage bekommen? Dann sollten Bewerber keine Scheu haben und beim Unternehmen nach dem Grund fragen. Oft wollen Firmen wegen des Gleichbehandlungsgesetzes zwar kein rechtliches Risiko eingehen und zeigen sich mit Begründungen verhalten. "Doch wenn es wirklich der Traumjob gewesen wäre, sollte man es in jedem Fall versuchen", rät Karriereberaterin Svenja Hofert.

Wichtig sei dabei, die Fragen geschickt und möglichst konkret zu stellen - und damit nicht zu lange zu warten. "Das kann etwa sein, ob die Noten zu schlecht oder die Gehaltsvorstellung zu hoch waren", sagt die Expertin. Auch wenn die Chancen auf eine ausführliche Antwort in den meisten Fällen eher gering sein dürften, könne schon ein kleiner Hinweis oder Tipp manchmal erhellend sein. Von Fragen, ob der Arbeitgeber in Wahrheit lieber ein anderes Geschlecht bevorzugt hätte, rät sie generell ab.

Gerade bei Initiativbewerbungen lohnt zudem ein genauer Blick auf das Absageschreiben. "In 80 Prozent der Fälle sind es Standardabsagen, die auch für ausgeschriebene Stellen verwendet werden", sagt Hofert. "Da hat man als Bewerber dann sogar die besondere Chance, implizit ein schlechtes Gewissen beim Ansprechpartner auszulösen und so eine Erklärung zu entlocken."

Wer sich trotz Absage auch weiterhin vorstellen kann, in der Firma zu arbeiten, sollte sich der Expertin zufolge auch nach Alternativen umhören. "Das ist vor allem die Chance, einen guten Eindruck zu hinterlassen."

Für die Folgebewerbungen am besten gleich klären, welche besonderen Eigenschaften hierbei gefragt sind. Wichtig ist dabei aber auch: Nicht zu offensiv sein. "Manche sind davon schnell irritiert. Damit muss man rechnen", sagt Hofert. (tmn)
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