11.10.2017 - 19:42 Uhr
Deutschland & Welt

Neuer Rekord in Bayern So viele Studenten wie noch

Noch nie haben in Bayern so viele Menschen studiert wie jetzt im neuen Wintersemester. Die Staatsregierung findet das gut - und fordert mehr Geld vom Bund.

von Frank Werner Kontakt Profil

München/Weiden. (dpa/we) Die Zahl der Studenten in Bayern ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums in München sind zum Beginn des Wintersemesters rund 390 000 Studenten an bayerischen Universitäten und Hochschulen eingeschrieben. Das sind rund zwei Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Erstsemesterstudenten stieg um fünf Prozent auf rund 77 000. Zwei Drittel der Studierenden besuchen eine Universität, rund ein Drittel eine Hochschule.

Die OTH Amberg/Weiden meldet (Stand: 4.10.2017) 1002 vorläufig eingeschriebene Erstsemester. Im Vorjahr waren es 902. Die höchste Studienanfängerzahl gab es an der OTH im Wintersemester 2014/2015 mit 1042. Insgesamt sind in Amberg/Weiden zur Zeit mehr als 3000 junge Menschen eingeschrieben. An der OTH Regensburg sind es zum Start des Wintersemesters 2017/2018 rund 2700 Bacheloranfänger, im Vorjahr waren es 2300. Insgesamt zählt die OTH Regensburg etwas mehr als 11 000 Studierende, im vergangenen Jahr waren es knapp 11 000. Bei den Erstsemestern und den Gesamtzahl sind das bisher die Höchstwerte.

An der Universität Regensburg sind für das Wintersemester 21 182 Studierende eingeschrieben, davon 3664 Erstsemester. Im Wintersemester 2016/17 waren es 21 088 Studierende, davon 3321 Erstsemester. An der Universität Bayreuth waren am Mittwoch 1815 Erstsemester (plus 9,7 Prozent) und insgesamt 12 493 Studierende (plus 1,6 Prozent) gemeldet. Bis zum Stichtag 1. Dezember könne sich nach Angaben der Uni aber "noch eine Menge ändern".

"Für den Studienstandort Bayern ist das eine gute Situation, aber auch eine Herausforderung", sagte Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) am Mittwoch. Vor allem bei den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gebe es Verbesserungsbedarf.

Spaenle forderte den Bund zu mehr Unterstützung auf. Vor allem in den Bereichen Hochschulbau und Digitalisierung wolle die CSU bei den anstehenden Koalitionsgesprächen in Berlin eine "massive Mitwirkung" des Bundes erreichen. Außerdem müssten die Hochschulen für angewandte Wissenschaften deutlich besser unterstützt werden. Bayern strenge sich "unglaublich" an, die Infrastruktur der Wissenschaft zu erhalten und "wo eben geboten, in Neuinvestitionen zu gehen", sagte der CSU-Politiker. "Wir brauchen da aber auch weiterhin den Bund."

Die Staatsregierung verfolgt seit 2014 eine Regionalisierungsstrategie, um auch in abgelegenen Regionen wissenschaftliche Forschung und Ausbildung zu verankern. Nach Angaben des Ministeriums sind so 16 neue Standorte mit knapp 2000 Studienplätzen entstanden.

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