Priesterweihe geplant
Bistum mahnt Piusbrüder

Das Priesterseminar der umstrittenen Piusbruderschaft in Zaitzkofen. Die Bruderschaft wollte am Wochenende zwei neue Priester weihen. Das Bistum untersagte das Vorhaben schriftlich. Bild: Armin Weigel/dpa
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Bayern
29.06.2017
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Das Bistum Regensburg hat erneut Priesterweihen der umstrittenen, erzkonservativen Piusbruderschaft untersagt. Die Bruderschaft hatte angekündigt, am Samstag in Zaitzkofen zwei Diakone zu Priestern weihen zu wollen.

Regensburg. Bischof Rudolf Voderholzer habe einen entsprechenden Brief an den Leiter des Priesterseminars der Piusbrüder in Zaitzkofen (Kreis Regensburg) geschrieben, teilte das Bistum am Donnerstag mit. Die Bruderschaft hatte sich in der Vergangenheit wiederholt den Verboten der Amtskirche widersetzt und Weihen abgehalten.

Die Piusbrüder missachteten nun erneut die Maßgabe der katholischen Kirche, dass Priesterweihen die Zustimmung des zuständigen Ortsbischofs erfordern, betonte das Bistum Regensburg.

Obwohl die ostbayerische Diözese bereits seit Jahren mit der Bruderschaft im Clinch liegt, waren die Päpste Benedikt XVI. und Franziskus mehrfach den Piusbrüdern entgegengekommen. "Eine volle Wiedereingliederung der Priesterbruderschaft Pius X. ist aber nur möglich, wenn die Gruppe die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils uneingeschränkt annimmt", betonte das Bistum.

Für Schlagzeilen hatte in der Vergangenheit insbesondere gesorgt, dass der britische Holocaust-Leugner und ehemalige Piusbruder-Bischof Richard Williamson bei einem in Zaitzkofen aufgenommenen TV-Interview den Massenmord der Nazis an sechs Millionen Juden und die Existenz von Gaskammern abgestritten hat. Dafür wurde Williamson rechtskräftig verurteilt.
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