Prozess um Mord an junger Frau: Angehörige sagen aus
Mutter: Paar hatte viel Streit

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Bayern
13.10.2017
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Passau. Mit der Aussage der Mutter wurde am Freitag der Prozess um den Mord an einer jungen Frau aus Freyung fortgesetzt. Die 43-Jährige berichtete, wie sie im vergangenen Herbst die Leiche der 20-Jährigen gefunden habe. Sie hatte seit drei Wochen keinen persönlichen Kontakt mehr mit ihrer Tochter gehabt. Angeklagt ist der 23-jährige Lebensgefährte des Opfers. Zum Tatvorwurf äußerte er sich bislang nicht.

Der 23-Jährige soll die Frau, mit der er einen Sohn hat, mit einem Küchenmesser getötet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord aus niederen Beweggründen sowie Heimtücke vor. Der Angeklagte habe eine Trennung nicht hinnehmen wollen und sein Opfer nachts im Schlafzimmer angegriffen. Der Tatverdächtige war mit seinem Sohn nach Spanien geflohen und hatte sich ein Tattoo mit dem Namen des Opfers und dem mutmaßlichen Datum der Ermordung stechen lassen. Laut Mutter habe es in der Beziehung des Paares viel Streit und Trennungen gegeben. Das Kind sei nicht geplant gewesen, die Tochter sei aber fürsorglich gewesen. Der bereits wegen Einbruchs verurteilte Vater habe sich kaum gekümmert. Deswegen habe es Streit gegeben - und auch, weil er Geld verspielt und das Handy der 20-Jährigen kontrolliert habe. Die Mutter sagte, nach dem Verschwinden habe sie Nachrichten bekommen, dass die Tochter im Urlaub sei. Nach drei Wochen sei sie mit Polizisten in die Wohnung gegangen, die einen starken Geruch feststellten, jedoch nichts fanden. Einen Tag später sei sie mit ihrem Mann zurückgekehrt, um zu putzen. Die Wohnung habe ausgesehen, als sei sie fluchtartig verlassen worden. In einer Nische hinter dem Kachelofen entdeckten sie die in Plastik verpackte Leiche.
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