Richtfest für Gemeinschaftshaus in Plössen
Dachstuhl überm Kopf

Der Dachstuhl für das Plössener Gemeinschaftshaus steht. Zum Richtfest hatten sich viele Bewohner und Vertreter der Gemeinde eingefunden. Bild: hai
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Bayern
20.12.2016
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"Aufgricht is!" Am Freitag feierten die Plössener Bürger, die Gemeinde und baubeteiligte Firmen Richtfest für das neue Gemeinschaftshaus am nördlichen Ortsrand.

Plössen. Es war wieder ein kleiner Sprung in einer mittlerweile dreijährigen hürdenreichen Projektentwicklung, als Kapo Matthias Bauer von der Stockauer Zimmerei in seinem Richtspruch dem Haus Eintracht und Zufriedenheit wünschte. Rathauschef Manfred Porsch, dritter Bürgermeister Wolfgang Hübner, der halbe Gemeinderat, der Chef des Bayreuther Planungsbüros Singer, Vincenz Singer, Architektin Eva von Chamier, Statiker Helmut Raps, Bauunternehmer Sebastian Morawe, Bauleiter Manuel Betz und jede Menge Plössener nutzten die Gelegenheit zu einer kleinen Begehung.

Bauamtsleiter Thomas Schneider stand Rede und Antwort. Karlheinz Dadder erstellt dazu eine Bildergalerie. Das Gebäude wird den Plössenern, Feuerwehr und Landjugend einen großen Saal mit Theke und kleiner Küche sowie im Nebengebäude zwei Lagerräume bieten. Die Betreuung liegt beim neugegründeten Dorfgemeinschaftsverein mit Bernhard Walter an der Spitze.

Von einem "besonderen Tag der Freude" sprach Bürgermeister Porsch. Der lange Atem und die Entwicklungsarbeit des Arbeitskreises um Vorsitzende Simone Walter habe sich gelohnt. Wenn der Bau im kommenden Jahr fertig ist haben die Plössener und Selbitzer einen neuen Lebensmittelpunkt. Er lobte die am Bau beteiligten Firmen und die Dorfgemeinschaft für ihren Einsatz und die hervorragende Arbeit.

Als nächstes sind die Dachdecker am Zug. Vor Jahresende sollen die Folienfenster eingebaut werden. Alles weitere werden die Plössener in Eigenleistungen erbringen. 529 000 Euro wird es am Ende kosten und mit 259 220 Euro gefördert. Davon stammen 216 017 Euro aus dem ELER-Förderprogramm der Europäischen Union und 43 203 Euro vom Freistaat Bayern.

Das Gemeinschaftshaus ist der erste große Baustein einer Reihe von weiteren Ideen der Dorferneuerung,, um Plössen noch lebenswerter zu machen. Im Januar geht es mit den Arbeitskreissitzungen weiter. Wie Walter erläuterte, steht als zweiter Schritt die Einbeziehung des Umfelds mit der Landjugendhalle und dem Festplatz und als dritter die dörfliche Weiterentwicklung im Fokus. Im Bereich um die Landjugendhalle sollen der Festplatz befestigt, der Bach mit einer neuen Feuerwehransaugstelle versehen und der Ortseingangsbereich sowie die Außenanlagen um das Gemeinschaftshaus verschönert werden. Geplant sind auch Arbeiten an der Ortsdurchfahrt mit Kirchenvorplatz, am Feuerwehrhaus und am neuen Bushäuschen. Eine Bestandsaufnahme der Plätze, Straßenzüge und Hausbestände im alten Dorf ist bereits erfolgt, Mängel gesammelt und Vorschläge erarbeitet. Nur fehle hier das Geld. "Maßnahmen müssen hier eigens beantragt werden", erklärte Walter.
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