01.01.2018 - 21:48 Uhr
Deutschland & Welt

Silvester im Freistaat "Ganz normaler Wahnsinn"

München. Lautstark und farbenprächtig haben die Menschen in Bayern das Jahr 2018 begrüßt. Mit Raketen und Böllern beschallten und färbten die Feiernden den Himmel über dem Freistaat. Dabei blieb es nach Auskunft der Polizei weitgehend friedlich, wenngleich die Zahl der Einsätze teilweise recht hoch war.

Farbenprächtiges Feuerwerk in Schwandorf. Bild: Clemens Hösamer
von Agentur DPAProfil

In München versammelten sich zu Mitternacht an die 7000 Menschen um den Friedensengel, etwa 6000 kamen zum Marienplatz ins Zentrum der Landeshauptstadt, um das neue Jahr zu begrüßen. Mit mehr als 240 Einsätzen hatte die Münchener Polizei viel zu tun. Neben Fällen von Randale kam es vor allem wegen Ruhestörungen und Bränden durch Feuerwerkskörper zu Einsätzen. Insgesamt sei es aber eine relativ ruhige Silvesternacht gewesen, hieß es. Ein Sprecher der Polizei sprach vom "ganz normalen Wahnsinn". Im oberbayerischen Fischbachau wurde ein sechsjähriges Mädchen beim Beobachten des Silvesterfeuerwerks von einer verirrten Rakete im Gesicht getroffen. Der Feuerwerkskörper verursachte mittelschwere Verletzungen und Verbrennungen im Gesicht des Kindes. Es wurde in eine Münchner Klinik gebracht.

In Niederbayern sah das etwas anders aus. Hier sprach die Polizei von einer "durchwachsenen Bilanz". Zahlreiche Personen erlitten Verletzungen, darunter auch Polizeibeamte. Bei der Einsatzzentrale Niederbayern in Straubing wurden bis zum Morgen 307 Einsätze verzeichnet, 215 davon hatten direkten Bezug zu Silvester. Insgesamt wurden 47 Personen verletzt, davon 4 Personen schwer. Ursache waren meist Schlägereien oder Ruhestörungen.

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