15.01.2016 - 02:00 Uhr
Deutschland & Welt

Simulator-Training im Klinikum Fichtegebirge Üben für den Ernstfall

Vor den Ärzten lag eine Puppe. Aber die konnte sogar erbrechen, weinen oder einen Krampfanfall zeigen. Ein Intensiv-Training im Klinikum unter realitätsnahen Bedingungen.

Mitarbeiter der Anästhesie und Intensivmedizin des Klinikums Fichtelgebirge trainierten am "künstlichen Patienten". Bild: privat
von Redaktion OnetzProfil

Marktredwitz. Unvorhergesehene Zwischenfälle kommen in der modernen Anästhesie zum Glück nur mehr selten vor. Wenn es kritisch wird, sollte das zuständige medizinische Team natürlich dennoch die erforderlichen Handlungsabläufe geübt haben und jederzeit abrufen können.

Zu diesem Zweck organisierte Chefarzt Michael Paland zusammen mit der Geschäftsführung des Klinikums Fichtelgebirge kürzlich ein sogenanntes Simulator-Training: Im Operationstrakt des Hauses Marktredwitz übten 7 Ärzte und 14 Pflegekräfte aus Anästhesie und Intensivmedizin unter Originalbedingungen am künstlichen "Patienten".

Dr. Markus Böbel von der Firma "Cardio Train" brachte den Übungspartner mit, der Erstaunliches kann: Er öffnet und schließt nicht nur die Augen (bei funktionsechten Pupillen übrigens), sondern produziert für das Stethoskop hörbare Darmgeräusche und simuliert sämtliche Störungen im Herz-Kreislauf-System. "Im ersten Moment wirkt ein solch künstlicher Patient ein wenig fremd und unwirklich. Aber nach den ersten Berührungsängsten war meine Mannschaft von dem realitätsgetreuen Übungspartner begeistert", so Michael Paland, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin. Der zusätzliche Arbeitsaufwand am Samstag sei von den Mitarbeitern gerne erbracht worden.

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