Tragischer Fall in Deggendorf
Zwei Tote in Sauna

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Bayern
06.12.2016
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Die Ehefrau eines der Männer machte die grausige Entdeckung. In Deggendorf sind am Donnerstagabend zwei Männer in der Heimsauna eines Einfamilienhauses ums Leben gekommen.

Deggendorf. Als ihr 80-jähriger Mann und sein 76-jähriger Bekannter ungewöhnlich lange beim gemeinsamen Schwitzbad im Privathaus blieben, fand die Frau die beiden gegen 20.45 Uhr leblos auf. Für beide kam jede Hilfe zu spät.

Kein Fremdverschulden

Nach der Obduktion beim Institut für Rechtsmedizin liegen aber keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden oder eine Gewalteinwirkung vor. Die genaue Unglücksursache gab zunächst Rätsel auf. Die beiden Männer hätten sich regelmäßig zum Saunaabend getroffen. Die Kripo im niederbayerischen Deggendorf ermittelt in Absprache mit der Staatsanwaltschaft in alle Richtungen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie die Männer ums Leben gekommen sind - jedoch dürften sie nach derzeitigem Kenntnisstand unspektakulär sein.

Gegen jegliche Spekulationen verwahrt sich Leitende Oberstaatsanwältin Kunigunde Schwaiberger - vor allem im Interesse der Angehörigen, wie sie betont. "Es schaut nach einer tragischen Sache aus", sagte die Chefermittlerin am Montag auf Anfrage.

Die Ermittlungen gehen derweil weiter. Auch das endgültige Obduktionsergebnis gelte es abzuwarten. Polizei und Staatsanwaltschaft werden sich laut Angaben der Polizei in Straubing wohl erst im Laufe der Woche zum tragischen Tod der beiden Männer äußern.

Todesfälle in der Sauna

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder ähnliche Todesfälle. So starb 2014 in Euskirchen im Rheinland ein 91 Jahre alter Mann beim Saunabad. Eine Mitarbeiterin eines Pflegedienstes fand damals die Leiche. Ebenfalls vor zwei Jahren kam im schwäbischen Ravensburg ein 57-Jähriger beim Schwitzen ums Leben. Todesursache war damals wohl Kreislaufversagen.

Von einem Unglücksfall gingen die Ermittler auch 2013 beim Tod von drei Männern in einer Sauna in Ennepetal in Nordrhein-Westfalen aus.

Es schaut nach einer tragischen Sache aus.Chefermittlerin und Leitende Oberstaatsanwältin Kunigunde Schwaiberger
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