11.03.2018 - 20:16 Uhr
Deutschland & Welt

Trotz auslaufender Förderung werden maßnahmen weitergehen Weiter Initiative für Nordbayern

600 Millionen für Projekte, um die Wirtschaft in Nordbayern anzukurbeln und um den demografischen Wandel zu dämpfen - 2014 hat die Staatsregierung dieses Versprechen abgegeben. Und ist nun zufrieden. Die Opposition nicht.

Der Ausbau der Cadolzburg zum "Burgerlebnismuseum" war Teil der Nordbayern-Initiative der Staatsregierung. Bild: Daniel Karmann/dpa
von Agentur DPAProfil

Bayreuth. (dpa/tos) Die vor vier Jahren gestartete Nordbayern-Initiative hat die Region laut Markus Söder (CSU) vorangebracht: "Die Projekte bringen Arbeitsplätze und Menschen in die vom demografischen Wandel besonders betroffenen Regionen Bayerns - ein entscheidender Beitrag zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Bayern", sagte der designierte Ministerpräsident und derzeitige Finanzminister. Man löse "massive Impulse" aus.

Das Maßnahmen-Paket mit etwa 600 Millionen Euro war bis Ende dieses Jahres angelegt, viele Projekte werden aber nach den Worten Söders länger oder dauerhaft finanziert. Die Initiative für Franken und die Oberpfalz (vor allem Aufbauprojekte an der Universität Regensburg sowie der OTH Weiden-Amberg und Regensburg) umfasste 56 Projekte - vor allem aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Die Staatsregierung habe Nordbayern über viele Jahre hinweg vernachlässigt, betonte dagegen die SPD-Abgeordnete Inge Aures aus Kulmbach: "Der Speckgürtel um München wuchs immer weiter, und bei uns hat der demografische Wandel voll durchgeschlagen", sagte Aures. "Es war die SPD, die auf diese Ungleichheit der Lebensverhältnisse andauernd hingewiesen hat." Man befinde sich auf einem guten Weg, "allerdings ist bei weitem noch nicht alles erreicht."

Schon 2014 hatte es viel Kritik an der Initiative gegeben - viele Projekte seien dort aufgelistet, die sowieso schon angelaufen waren: So etwa die bereits 2012 begonnene Sanierung des Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth oder die 2013 gestartete Technologie-Allianz-Oberfranken, eine Kooperation der Hochschulen Bayreuth, Bamberg, Hof und Coburg - mit knapp 86 Millionen Euro der größte Einzelposten der Projektliste. Zur Initiative gehören auch eine Zweigstelle des Münchener Deutschen Museums in Nürnberg, die Sanierung der Cadolzburg bei Fürth mit der Einrichtung eines Burgerlebnis-Museums oder Bauarbeiten an der Neuen Residenz in Bamberg.

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