08.03.2018 - 21:28 Uhr
Deutschland & Welt

Urteil am Landgericht Deggendorf Vier Jahre Haft für 51-Jährigen

Das Landgericht Deggendorf hat einen Mann (51) unter anderem wegen eines geplanten Überfalls auf ein älteres Ehepaar zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte wollte dabei besonders brutal vorgehen.

von Agentur DPAProfil

Deggendorf. Der Mann sei am Donnerstag wegen des Bereiterklärens zum Begehen einer schweren Brandstiftung und weiterer Taten verurteilt worden, sagte ein Gerichtssprecher. Der Mann war im Frühjahr 2017 gerade erst aus dem Gefängnis freigekommen und soll sofort an die Planung des nächsten Verbrechens gegangen sein.

Er hatte vor, das Landshuter Paar zu überfallen, auszurauben und das Haus niederbrennen, um alle Spuren zu vernichten. Die Staatsanwaltschaft hatte sechseinhalb Jahre Haft für den wegen diverser Sexual- und Gewaltverbrechen einschlägig vorbestraften Angeklagten verlangt, der Verteidiger einen Freispruch.

Im Laufe des Prozesses haben sich nach Angaben eines Gerichtssprechers nicht sämtliche Vorwürfe aus der Anklage bestätigt. Ursprünglich war dem 51-Jährigen eine Verabredung zum Mord vorgeworfen worden. Wegen seines Alkoholproblems ordnete die Strafkammer die Unterbringung des Mannes in einer Entziehungsanstalt an.

Das Verfahren gegen einen Mitangeklagten wegen des Nichtanzeigens geplanter Straftaten war zuvor bereits eingestellt worden. Dem 27-Jährigen war zunächst vorgeworfen worden, dem 51-Jährigen den Hinweis auf das wohlhabende Ehepaar gegeben, von dessen Tatplan gewusst, aber ihn nicht der Polizei gemeldet zu haben.

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