14.04.2016 - 11:03 Uhr
Deutschland & Welt

Großeinsatz der Polizei Bamberg "Tobender" Rollstuhlfahrer

Bamberg. Zehn Polizeistreifen und zwei Diensthundeführer waren am frühen Mittwochabend, 13. April, in der Gereuth im Einsatz, um die "öffentliche Sicherheit und Ordnung" wieder herzustellen. Dabei wurde ein Beamter "schwer verletzt".

Symbolbild: dpa
von Julia Hammer Kontakt Profil

Anwohner informierten die Beamten, dass ein Rollstuhlfahrer ausgerastet sei und wild um sich schlagen würde, wie die Polizei mitteilte. Der 26-Jährige sei völlig außer sich und "offensichtlich stark alkoholisiert" gewesen. Bereits mehrfach sei er tätlich gegen Familienangehörige vorgegangen.

Auch der Streifenbesatzung gelang es nicht, den "Tobenden" zu besänftigen. "Im Gegenteil, er ging nun auch tätlich die Polizeibeamten vor und schlug einem der Beamten mit der Handkante mitten ins Gesicht", informierte Klaus Linsner von der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt.

Der 26-jährige Rollstuhlfahrer musste gefesselt und "nach dem Unterbringungsgesetz" in eine Nervenklinik eingewiesen werden. Während des Einsatzes "solidarisierten" sich mehrere Bewohner aus der Nachbarschaft, die ebenfalls alkoholisiert waren, mit dem Rollstuhlfahrer. Sie versuchten, sich in das Geschehen einzumischen - auch sie gingen verbal und tätlich gegen die Beamten vor. Die Polizisten forderten weitere Streifen zur Unterstützung an. Nach einer knappen Stunde war die Lage unter Kontrolle. Die Bilanz des Einsatzes:

Eine Einweisung, zwei Personen in Gewahrsam, drei Anzeigen wegen Widerstands gegen Polizeibeamte, zwei Anzeigen wegen Körperverletzung und mehrere Anzeigen wegen Beleidigungen gegen Polizeibeamte. Ein Polizist wurde bei dem Einsatz schwer verletzt – Nasenbeinbruch – und zwei weitere Beamte leicht verletzt. Die Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion übernahm die Sachbearbeitung. "Alle handelnden Straftäter werden sich deswegen verantworten müssen", betonte Linsner.

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