16.08.2017 - 13:51 Uhr
Deutschland & Welt

Gutes Storchenjahr in Bayern - Zugtrupps von bis zu 100 Tieren zu beobachten Jungtiere kurz vor dem Abflug

Hilpoltstein. Die bayerischen Jungstörche treffen ihre Reisevorbereitungen. In etlichen Teilen Bayerns können auffällig große Versammlungen von Weißstörchen beobachtet werden. Das ist kein Wunder, weil die bayerischen Störche regelmäßig ihre Bestmarken an Brutpaaren und Jungvögeln übertreffen.

von Carolin Maul Kontakt Profil

Mittlerweile ist fast der ganze diesjährige Storchennachwuchs flügge. „Vor allem die Jungvögel verspüren ab etwa Mitte August eine Zugunruhe und finden sich auf geeigneten Flächen zu großen Trupps zusammen, um sich auf den Abflug in den Süden Afrikas vorzubereiten“, erklärt die Weißstorchexpertin Oda Wieding vom Landesbund für Vogelschutz (LBV).

Mit dem auf rund 480 Storchenpaare angestiegenen bayerischen Bestand steigt auch die Zahl der Jungvögel. Der Großteil des diesjährigen Storchennachwuchses ist mittlerweile selbstständig und die Familienbande lösen sich auf. Die jungen Weißstörche streifen jetzt zunehmend alleine umher und suchen Anschluss.

Bei gutem Wetter kann es daher bereits zum Abflug von Kleingruppen oder der ganzen Truppe kommen. „Als Segelflieger sind Störche auf die Thermik angewiesen, so fliegen sie auf der West- oder der Ostroute ums Mittelmeer herum nach Afrika“. Von den bayerischen Störchen bleiben aber mittlerweile einige zum Überwintern einfach in Spanien.

Wann und wo in Bayern Jungstörche flügge geworden sind, zeigt die Verbreitungskarte der Weißstörche für Bayern auf der LBV-Webseite. Wer die Reise einiger mit Satellitensendern ausgestatteter Störche live mitverfolgen will, findet beim LBV ihre Aufenthaltsorte und Flugrouten.

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