26.02.2018 - 14:13 Uhr
Deutschland & Welt

Krieg im Bamberger Rotlicht-Milieu Hauptangeklagter schweigt

Um die Konkurrenz auszuschalten, soll ein Bamberger Bordellbesitzer Buttersäure- und Brandanschläge angeordnet haben. Dafür stehen er uns sechs weitere Männer nun vor Gericht. Am ersten Prozesstag schwieg der Mann allerdings.

von Agentur DPAProfil

Bamberg. Im Prozess um den Machtkampf im Bamberger Rotlicht-Milieu hat der Hauptangeklagte zunächst geschwiegen. Der 55 Jahre alte Oberfranke wollte sich am ersten Prozesstag weder zu persönlichen Dingen noch zu den Vorwürfen äußern. Er werde zunächst die Aussagen der Mitangeklagten abwarten, ließ der Bordellbesitzer am Montag vor dem Landgericht Bamberg über seinen Verteidiger erklären. Insgesamt stehen sieben Männer vor Gericht. Ihnen werden unter anderem schwere Brandstiftung, gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen.

Brandanschläge auf die Konkurrenz

Die vom Sommer 2016 bis Januar 2017 begangenen Straftaten sollten laut Anklageschrift einen konkurrierenden Betrieb ausschalten. Auf dieses Bordell in einem Gewerbegebiet sollen die Mitangeklagten Buttersäure- und Brandanschläge verübt haben, auch auf das Auto des Betreibers soll es Anfang 2017 einen Brandanschlag mit einem Molotowcocktail gegeben haben.

Zum Prozessauftakt gaben die sechs Mitangeklagten Einblicke in ihre Leben. So haben alle Männer ursprünglich bodenständige Handwerksberufe gelernt. Die meisten berichteten zudem von Alkohol- und Drogenproblemen. Einige der 25 bis 27 Jahre alten Angeklagten gaben außerdem Kontakte zur Hooliganszene zu.

Von der Waschanlage ins Bordell

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