Mehr Videokameras, Zufahrtssperren und Kontrollen
Verschärfte Sicherheit auf der Wiesn

Traditionell großer Andrang: Besucher des Münchner Oktoberfest am Abschlusstag der Wiesn 2014 in München. Bild: Peter Kneffel/dpa
Vermischtes
Bayern
13.09.2017
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Polizei und Stadt München haben ihr Sicherheitskonzept für das Oktoberfest vorgestellt: Es gibt mehr Videoüberwachung, große Taschen und Rucksäcke sind wieder verboten, das Gelände ist umzäunt, Drohnen sind verboten. Zum Auftakt wird das Wetter eher ungemütlich.

München. "Es gibt eine abstrakt hohe Gefährdungslage, aber konkrete Hinweise liegen uns nicht vor", sagte der stellvertretende Münchner Polizeipräsident Werner Feiler. Erneut wird das Volksfest umzäunt sein, Rucksäcke und große Taschen dürfen nicht mitgenommen werden. Rund 600 Polizeibeamte werden im Einsatz sein; die Zahl der Videokameras steigt auf 37, acht mehr als im Vorjahr. Wie schon in den Vorjahren gilt über dem Fest ein Flugverbot, das von Polizeihubschraubern überwacht wird. Auch Drohnen sind verboten.

Besucherströme und Lieferverkehr werden entzerrt. Fahrer und Insassen von Lieferfahrzeugen mussten eine Sicherheitsüberprüfung durchlaufen. Neu ist in diesem Jahr auch die Möglichkeit für zentrale Durchsagen. Damit sollen Besucherströme bei einem Alarm besser geleitet werden. "Wir haben eine Lautsprecheranlage, die das gesamte Festgelände abdeckt und auch auf einzelne Bereich - einzelne Bierzelte - gesteuert werden kann", sagte Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle.

Goldenes Oktoberfest-Wetter lässt auf sich wartenAm besten schnell ins Zelt: Zum Auftakt des Münchner Oktoberfestes zeigt sich das Wetter voraussichtlich von seiner ungemütlichen Seite. Höchsttemperaturen um 15 Grad sagte Christian Ehmann vom Deutschen Wetterdienst am Mittwoch für das erste Wiesn-Wochenende voraus. Dazu der eine oder andere Schauer. Trübe Aussichten also für den Einzug der Wiesn-Wirte am Samstag und den Trachten- und Schützenumzug am Sonntag. Das vielgerühmte Wiesn-Wetter mit strahlendem Sonnenschein und weißblauem Himmel lässt noch auf sich warten, aber «tendenziell scheint es im Laufe der nächsten Woche etwas freundlicher zu werden.» Ob dann der goldene Altweibersommer Einzug hält? «Hoffen kann man immer», betonte der Wetterexperte.

Verglichen mit dem Norden Deutschlands kommt Bayern noch recht glimpflich davon. Am Mittwoch fegte Sturmtief Sebastian durch Norddeutschland, sogar vor Orkanböen mit bis zu 120 Stundenkilometern wurde gewarnt. Auch in Bayern waren Ausläufer zu spüren, auf der Zugspitze sogar in Orkanstärke, dazu immer wieder Regen, insbesondere in Franken. Auch für Donnerstag kündigte der Wetterdienst stürmische Böen mit bis zu 70 Stundenkilometern im Alpenvorland, aber auch im Norden Bayerns an. Auf den Gipfeln der Alpen und den Kammlagen des Bayerischen Waldes sei sogar zeitweise mit schweren Sturm- oder Orkanböen zu rechnen. Erst am Freitag sollen die Schauer abflauen.

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