Sachelle Babbar macht das "Pressefoto Bayern 2016"
Schockstarre beim Amoklauf

Pressefoto des Jahres. Foto: Sachelle Babbar/BJV/dpa (Foto: dpa)
Vermischtes
Bayern
06.12.2016
95
0

München. Mit einem Bild aus der Amoknacht von München hat der freie Fotograf Sachelle Babbar den Wettbewerb «Pressefoto Bayern» in diesem Jahr gewonnen. Das am Abend des 22. Juli aufgenommene Siegerbild mit dem Titel «Warten» zeigt die gespenstige Ruhe am Karlstor, wo schwerbewaffnete Polizisten das Gelände sichern.

«Ein auf den ersten Blick scheinbar lapidares Bild, das mit seinem klaren, grafischen Aufbau das Gefühl zeigt, das sich nach dem Amoklauf eines Schülers über die gesamte Stadt gelegt hatte», urteilte die Jury laut Mitteilung vom Dienstag. Der Fotograf, der für verschiedene Medien arbeitet, erhält ein Preisgeld von 2500 Euro.

Die Jury hatte rund 900 Bilder bayerischer Fotografen zur Auswahl. Unter den Gewinnern sind auch drei freie Fotografen der Deutschen Presse-Agentur: Uwe Lein siegte in der Kategorie Tagesaktualität mit einem Bild vom Zugunglück in Bad Aibling. Daniel Karmann konnte zum Thema Kultur mit einem Foto zur medienkritischen Ausstellung «No pain, no game» im Nürnberger Museum für Kommunikation überzeugen. Bei den Sportfotos war es Karl-Josef Hildenbrand aus Kaufbeuren mit einem Foto von Martin Fourcade beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding.

Sieger in der Kategorie Serie wurde Florian Bachmeier mit Fotos aus dem griechischen Flüchtlingscamp Idomeni. Die Rubrik Bayern Land & Leute gewann Sebastian Beck, der Mesner und Pfarrer in der Wallfahrtskirche Altötting ablichtete. Sieger Umwelt & Energie wurde Christof Stache mit Eindrücken der Flutkatastrophe in Simbach am Inn. Der Nachwuchspreis ging an Natalie Neomi Isser, die Schleuserautos an der österreichischen Grenze fotografiert hatte.

Die Bilder werden bis zum 22. Dezember im Landtag zu sehen sein und danach in mehreren bayerischen Städten. Der Bayerische Journalisten-Verband richtet den Wettbewerb seit 1999 aus und will damit die Arbeiten von Foto-Journalisten würdigen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.