Arbeitgeber in Bayern erwarten kaum Wirtschaftswachstum
"Von Unsicherheit geprägt"

Wirtschaft BY
Bayern
27.04.2013
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Die bayerische Wirtschaft sieht dem weiteren Jahresverlauf mit gemischten Gefühlen entgegen. Bei der Frühjahrsumfrage der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (VBW) stagnierte der Lageindex bei 105 Punkten. Allerdings gehen die Unternehmen mit leicht positiven Erwartungen in die Zukunft.

Nach Einschätzung des neuen VBW-Präsidenten Alfred Gaffal ist die Situation vor allem wegen der nach wie vor nicht ausgestandenen Euro-Krise und den schlechten Wirtschaftsdaten in vielen EU-Staaten "von Unsicherheit geprägt". "Die Erwartungen, dass es im späteren Verlauf des Jahres bergauf geht, beruhen vor allem auf dem Prinzip Hoffnung", so Gaffal am Freitag in München. Ein echter Aufschwung sei aber "auf absehbare Zeit" nicht in Sicht.

Nach der VBW-Umfrage stieg der Prognoseindex Wachstum von 86 auf immerhin 112 Punkte. Dieser Anstieg sei aber von der Stimmung getrieben. Daten wie die Auftragseingänge zeigten noch nicht nach oben. Die Hoffnungen beruhten auf einem guten Auslandsgeschäft vor allem mit den Schwellenländer in Asien und Südamerika. Allerdings hätten sich auch dort die Wachstumsaussichten zuletzt abgeschwächt. Kaum verbessert hat sich dagegen der Prognoseindex Beschäftigung. Laut Gaffal bedeutet dies, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt zumindest stabil bleiben könnte.
Am schwierigsten sei die Lage gegenwärtig in der bayerischen Industrie. Diese habe bereits 2012 nicht zum bayerischen Wachstum beitragen können. Auftragseingang und Produktion lägen derzeit sogar noch unter Vorjahr. Vor diesem Hintergrund mahnte Gaffal die Tarifpartner zu verantwortungsbewussten Abschlüssen. Zu stark steigende Lohnkosten würden die internationale Wettbewerbsfähigkeit einschränken.
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